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Hohenroder Ensemble besteht seit 50 Jahren / Drei Gründungsmitglieder geehrt

Der "Schlingborn" als Jungbrunnen: Springlebendige Musikkapelle feiert

Hohenrode (who). Natürlich hat ihre alte Erkennungsmelodie "Die Musik kommt" zum Programm gehört, als die Schlingborner Musikanten am Freitag ihre Gäste begrüßt haben: Seit 50 Jahren besteht das Ensemble - und das sollte ordentlich gefeiert werden.

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Schon beim Kommersabend hat die Hohenroder Kapelle hören lassen, dass sie springlebendig geblieben ist. Damit hat sie gleichzeitig auch ihre Verbindung gezogen zum Schlingborn oberhalb des Ortes, dem Wasserspender für das Dorf. Die Beziehung wird noch deutlicher, wenn man betrachtet, dass der erste Teil im Wörtchen "springlebendig" im Englischen unter anderem eine Wasserquelle oder auch den Frühling meinen kann. Nicht nur dass der Schlingborn als Namensgeber große Bedeutung für die Musiker hat, er scheint zumindest im übertragenen Sinne eine Art Jungbrunnen für sie zu sein. Vor 23 Jahren, als der heutige Kapellenleiter Heinrich Tegtmeier den Vorsitz übernommen hatte, waren die damaligen Kapellenmitglieder mit Wasser aus der Quelle getauft worden. "Aus praktischen Gründen mit der Wasserpistole", erinnerte Ortsbürgermeister Helmut Dörjes die Geburtstagsgäste im Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus. "In Hohenrode wird insgesamt mit Blasmusik, Gesang und Volkstanz gute Kulturarbeit geboten und die Schlingborner machen gute Arbeit mit ihrer Kapelleund für die Jugend", lobte Dörjes. Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz gratulierte den Jubilaren für "ein halbes Jahrhundert aktives Musizieren in Hohenrode" und versicherte, "dass viele Veranstaltungen in Rinteln ohne die Schlingborner Musikanten nicht denkbar wären". Das gilt auf alle Fälle für das Extener Schützenfest, bescheinigte der Festleiter der Schützengilde Dieter Varenholz, der mit einer Abordnung der Schützen eine richtige Königsscheibe als Dank für schöne Stunden bei Schlingborner Blasmusik überbrachte. Mit Gustav Kerker, Heinrich Schulze und Erwin Tegtmeier konnte der Kapellenleiter drei Musikanten ehren, die die ganze bisherige Geschichte der Schlingborner selber aktiv miterlebt haben. Als besonderes Dankeschön hatte Heinrich Tegtmeier eigens für sie "Original Schlingborner Wasser" in Flaschen abfüllen lassen, der besseren Haltbarkeit wegen angereichert mit Hochprozentigem. Für 30-jährige Mitgliedschaft in der Kapelle wurden Ronny Poock und Hans-Jörg Rothe geehrt; außerdem Nina Reifenrath und Kirstin Brinkmann, die seit 15 Jahren dazu gehören. Am Sonnabend beim Tanzabend mit den Evergreens und am Sonntag beim großen Musikfest durften sich die Schlingborner als Kapelle selber feiern lassen und Blasmusik einfach nur genießen. Dafür sorgten das Blasorchester der Feuerwehr Rinteln, der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Möllenbeck, das Blasorchester TSV Krainhagen und die Schaumburger Trachtenkapelle.

Für die Goldjubilare Heinrich Schulze (vorne v.l.), Gustav Kerke
  • Für die Goldjubilare Heinrich Schulze (vorne v.l.), Gustav Kerker und Erwin Tegtmeier hatte der Kapellenleiter Heinrich Tegtmeier "Original Schlingborner Wasser" in Flaschen abfüllen lassen. Ronny Poock (hinten v.l.) und Hans-Jörg Rothe sind seit mehr als 30 Jahren dabei.
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