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Klinikum-Geschäftsführer Ralph von Follenius verlässt Schaumburg überraschend zum Jahresende

Der Sanierer geht von Bord

Landkreis. Die Nachricht kam überraschend und unerwartet: Ralph Freiherr von Follenius, mit allen Vollmachten ausgestatteter Geschäftsführer der Schaumburger Krankenhauslandschaft, wird den Landkreis zum Ende des Jahres verlassen. Schon zum 31. Dezember wird der Geschäftsführer der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg und des Krankenhauses Bethel in Bückeburg sowie Eigenbetriebsleiter der Kreiskrankenhäuser Stadthagen und Rinteln seinen Job aufgeben. Ralph von Follenius habe seinen Schritt in der am Montag stattgefundenen Gesellschafterversammlung bekantgegeben, heißt es knapp in einer Pressemitteilung der Krankenhausprojektgesellschaft von gestern.

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Unter Follenius seien an den drei Krankenhaus-Standorten Bückeburg, Stadthagen und Rinteln eine Vielzahl von organisatorischen und strategischen Veränderungen eingeleitet worden, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und für den Betrieb im Neubau des Gesamtklinikums gerüstet zu sein.

Das Neubauprojekt des Klinikums im Schaumburger Land sei auf einem guten Weg, um wie geplant im Jahr 2016 in Betrieb zu gehen, heißt es.

Unklar sind unterdessen die Gründe, warum der Geschäftsführer seine Arbeit beendet. Erst im Frühjahr 2012, als sich die Projekt-Federführung durch den Gesundheitskonzern Agaplesion abzeichnete, war von Follenius von der „Diakoniefördergesellschaft“, die Agaplesion gehört, nach Schaumburg gekommen. Er war angetreten, um die drei einzelnen Kliniken im Schaumburger Land samt der defizitären Krankenhäuser in Rinteln und Stadthagen mit Blick auf den Neubau in Vehlen auf Kurs zu bringen.

Weder der Landkreis als Gesellschafter der Krankenhausprojektgesellschaft noch der zweite Geschäftsführer, Claus Eppmann, der der Klinikumsleitung weiter angehören wird, wollten gestern nähere Angaben machen. Eppmann habe Follenius’ „Schritt sehr bedauert“, sagte er. Follenius habe „loyal zu dem Projekt“ gestanden. Die Gesellschafter würden unverzüglich die Nachbesetzung des scheidenden Geschäftsführers organisieren und gemeinsam mit Ralph von Follenius einen geordneten Übergang sicherstellen, hieß es.

Ralph von Follenius war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Ralph von Follenius bei einer Informtionsveranstaltung.Archiv



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