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Peter Kraus begeistert auf Abschiedstour / Das Theater am Aegi im 50er Jahre-Rausch

Der Rock ’n’ Roll lässt ihn einfach nicht los

„Für immer in Jeans“ heißt das Tourmotto der großen Peter-Kraus-Revue, in der sich der gebürtige Münchner ein letztes Mal seinen Fans präsentiert. Im Abschiedsgepäck: Die Tänzerinnen und Sängerinnen der Moonlight-Dancers & Sugarbabies, sein Sohn Mike, Andy Lee Lang und Musical-Star Barbara Endl.

Peter Kraus hat nach 56 Bühnenjahren sein Karriere-Aus verkündet – voraussichtlich im August wird er sein letztes Konzert geben. Schade, denn der frühere Schwarm aller Schwiegermütter hat von seiner Anziehungskraft in Sachen Rock ’n’ Roll noch nichts eingebüßt. „Ab und an fliegen immer noch Slips auf die Bühne – die sind jetzt aber größer geworden“, scherzt der Entertainer.

20 Uhr – die Tolle liegt, die Jeans sitzt, das Publikum in Erwartungshaltung – die Aufwärmphase übernehmen zunächst die Moonlight Dancers und Sugarbabies. Peter Kraus kommt wenig später unter tosendem Beifall auf die Bühne – lässig umgehängt: Die berühmte weiße Gretsch-Gitarre.

„Wop-bop-a-loo-lop a-lop-bam-boo Tutti frutti, oh rootie Tutti frutti, oh rootie“ – der Kraus lässt ihn raus – den Little-Richard-Song, der ihn 1957 zu einem der populärsten deutschsprachigen Rock-’n’-Roll-Sänger und Teenager-Idol machte.

Peter Kraus brachte mit seiner Show das Publikum zurück in die Fünfziger und Sechziger Jahre.

Einmal Rock ’n’ Roller immer Rock ’n’ Roller – doch bei Kraus trifft an diesem Abend auch alt auf neu. „So wie ein Tiger“ meets „Sex Bomb“ – im Original gesungen vom walisischen „Tiger“ Tom Jones, während Michael Jacksons „Beat It“ in einem Atemzug mit „Wenn Teenager träumen“ konfrontiert wird. Nun ja – Musik scheint eben doch keine Grenzen zu kennen.

Dass es auch anders geht, beweist der Wiener Musiker Andy Lee Lang – der mit „Whole Lotta Shakin‘ Goin‘ On“ fünf Minuten Rock’n‘ Roll vom Feinsten spielt. Der österreichische „Botschafter des Rock ’n’ Roll“ spielte unter anderem mit Jerry Lee Lewis und Chuck Berry zusammen, gehört in seiner Heimat zu den Aushängeschildern des Rock ’n’ Roll. Mit den Absetzen seiner Stiefel bearbeitet Lang das E-Piano, während sein Ellenbogen auf die weißen und schwarzen Tasten haut – Yeah, das rockt und rollt.

Nach dem Motto „Das hab‘ ich von Papa gelernt“, singt Mike Kraus einige Hits seines Vaters – was allerdings die Stimmung etwas sinken lässt – aber er kann’s, der Mike.

Zwischendurch immer wieder ein Feuerwerk von Gags und Anekdoten – dabei spielt die grandiose Barbara Endl ein süßes Rock-’n’-Roll-Dummchen, dem Peter Kraus erst einmal den Rock ’n’ Roll näher bringen muss – einfach köstlich.

In einem unplugged-Teil wird dann geschnulzt, dass sich die Balken biegen – „Va bene, „Hula-Song“ – das ist eben auch Peter Kraus.

Noch immer wird Peter Kraus auf seinen Tourneen gefeiert, ist weiter ein In-Thema – ein Künstler über den man redet. Nach seiner Karriere möchte er Oldtimer-Rennen fahren – wer ihn kennt, weiß, dass er auch das mit großer Leidenschaft angehen wird.




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