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Drei neue Varianten / VA: Zweigeschossiger Anbau für 700 000 Euro / Rat entscheidet Montag

Der Ratssaal zieht auf den Parkplatz um

Obernkirchen (rnk). Drei neue Varianten für den Rathaus-Umbau liegen bei Politik und Verwaltung jetzt auf dem Tisch. Der zentrale Punkt, der allen Planungen gleich ist: Der Rathaussaal wird in das Erdgeschoss kommen, wahrscheinlich durch einen zweigeschossigen Anbau an das Rathaus nach hinten hinaus, auf den Parkplatz. Die Kernfrage: Will die Politik jetzt viel Geld ausgeben, um später viel zu sparen?

Die wahrscheinlichste Variante, die der Stadtrat Montag beschlie

Am Montag wird sich der Stadtrat mit den Plänen befassen, vorgestern wurden sie im Verwaltungsausschuss behandelt, der eine eindeutige Empfehlung aussprach. Bürgermeister Oliver Schäfer erwartet vom Stadtrat einen Beschluss, damit die Planungen weiterbetrieben werden können. Variante eins sieht die Auslagerung des Ratssaales in das Gebäude Lange Straße 1 vor, in dem sich früher das Sozialamt befand und wo noch heute die Stadtkasse ist. Der Saal könnte ebenerdig gebaut werden, wäre also für Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollator problemlos erreichbar. Der Nachteil: Da weitere Räume für Teeküche, Garderobe und Lagerraum benötigt werden, wäre für das Bürgerbüro kaum noch Platz, bestenfalls Teile davon könnten dann hier eingerichtet werden. Schäfer wäre diesem Plan nicht grundsätzlich abgeneigt, auch wenn er ihn nicht für die optimale Lösung hält, aber es würde ein Investor benötigt, der das doch recht marode Gebäude von Grund auf saniert und dann langfristig an die Stadt vermietet. Variante zwei und drei sehen einen Anbau an das Rathaus vor,ähnlich dem der Sparkasse nebenan. Beide Varianten hätten den Vorteil, dass das Gebäude Lange Straße 1 nicht mehr benötigt werden würde. Allerdings würde bei der ersten, eingeschossigen Variante das gesamte Bauamt, das sich zurzeit im Gebäude Marktplatz 9 befindet, dort auch bleiben, während es bei einem zweigeschossigen Anbau mit umziehen würde. Zwei Vorteile sieht Schäfer bei der letzten Variante: Alle Rathausmitarbeiter wären unter einem Dach, die Folgekosten für das Gebäude Marktplatz 9 würden entfallen. Dafür müsste allerdings erst einmal viel Geld ausgegeben werden. Rund 700 000 Euro würde die zweigeschossige Variante kosten, während ein eingeschossiger Anbau mit 560 000 Euro zu Buche schlagen würde. Variante eins - die Verlagerung des Rathaussaales in das Gebäude Lange Straße 1 - würde allein an Miete für einen längeren Zeitraum - etwa 25 Jahre - über 600 000 Euro verschlingen. Für Schäfer ist es eine grundsätzliche Frage, die entschieden werden muss: "Ist man bereit, viel Geld auszugeben, um langfristig von anderen Kosten wegzukommen?" Und: Bei einem zweigeschossigen Anbau könnten zumindest das Gebäude Marktplatz 9 vermietet werden. Das gilt auch für die Lange Straße 1, doch bei dem hohen Sanierungsaufwand ist eine Vermietung eher unwahrscheinlich. Wie Schäfer gestern mitteilte, hat sich der Verwaltungsausschuss für die dritte Variante ausgesprochen: einen zweigeschossigen Anbau. Freute sich Schäfer: "Dann haben wir das gesamte Rathaus unter einem Dach." Und zumindest die Bewirtschaftungskosten für Lange Straße 1 und Marktplatz 9 könnten auf das unbedingt Notwendige reduziert werden.



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