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Der neue Kurs der GeTour

BAD MÜNDER. Wohin geht die Reise der städtischen Tochter für Gesundheit, Veranstaltungen und Tourismus? Ein Jahr lang hat sich der Beirat der GeTour mit der Neuausrichtung der Gesellschaft befasst, um mit einem neuen Aufgabenkatalog ins neue Jahr starten zu können. Vier Schwerpunkte wurden festgelegt.

Flyer und Broschüren zu den Angeboten in der Stadt – bei der GeTour laufen die Informationen zusammen. Foto: jhr
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Damit steht auch der Rahmen, in dem sich ein künftiger Geschäftsführer bewegen kann – nach dem Ausscheiden von Thomas Heiming Ende 2016 hatten Rat und Verwaltung zunächst auf eine Ausschreibung der Geschäftsführungsposition verzichtet, weil Klärungsbedarf bestand: Wofür sollte die GeTour künftig stehen? Welche Aufgaben sollten ihr zufallen, welche Schwerpunkte gesetzt werden? Ohne diese grundsätzliche Ausrichtung erschien es wenig sinnvoll, sich auf Geschäftsführersuche zu begeben. Bürgermeister Hartmut Büttner übernahm die Leitung der städtischen Gesellschaft, will diese Position aber dem Vernehmen nach zum zweiten Halbjahr dieses Jahres wieder abgeben.

Ein Streitthema in der Politik war in den vergangenen Jahren immer wieder die finanzielle Ausstattung der GeTour. In diversen Konsolidierungsrunden wurde die Vergütung heruntergeschraubt, 262 700 Euro erhält die Gesellschaft in diesem Jahr zur Erfüllung der Aufgaben, außerdem fließen ihr die Kurbeiträge zu.

Zu den Kernaufgaben gehört nach wie vor das Tourismus-Management. Die GeTour betreibt die offizielle Touristinformation für die Stadt, organisiert den Zimmernachweis und auch die Zimmervermittlung. Eine Aufgabe, die sie auch für die Teilnehmer der Seminare und Kurse des Studieninstitut des Landes wahrnimmt. Ein weiterer Aufgabenbereich: Die Organisation und Koordination interkommunaler und regionaler Aktivitäten. Darunter fallen unter anderem Aktionen wie der Deistertag, der Angebote viele Deisteranrainer in einem Programm zusammenführt und der regelmäßig Besucher aus dem Umland anzieht. Gleichzeitig steht die GeTour aber auch für den touristischen Bereich „östliches Weserbergland“ – und fühlt sich in diesem „Grenzbereich“ nach Auskunft von Thomas Slappa, Tourismus- und Veranstaltungsmanager der Gesellschaft, sehr wohl.

Der Heilquellenausschank gehört weiterhin zu den Aufgaben.
  • Der Heilquellenausschank gehört weiterhin zu den Aufgaben.
Thomas Slappa organisiert GeTour-Veranstaltungen.
  • Thomas Slappa organisiert GeTour-Veranstaltungen.

Touristische Broschüren und Flyer werden erstellt und vertrieben, die touristische Internetseite der Stadt mit Inhalten gefüllt und entsprechend gepflegt. Die Präsenz auf Messen sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Tourismusbereich gehören ebenfalls zum Aufgabengebiet – nicht zuletzt auch die Begleitung von Klassifizierungen und Zertifizierungen.

Das, was viele Münderaner zuerst mit der GeTour verbinden, ist in der Leistungsbeschreibung unter dem etwas sperrigen Begriff „Veranstaltungs- und Infrastrukturmanagement“ zusammengefasst. Dazu gehören die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, insbesondere im Martin-Schmidt-Saal, im Konzertsaal-Foyer sowie im Kurpark. Dabei soll die Getour auch mit örtlichen Veranstaltern kooperieren und Veranstaltungen in Bad Münder koordinieren – etwa durch Unterstützung oder die Pflege einer Veranstaltungsdatenbank. Eigene, aber auch ausgewählte Veranstaltungen sollen vertrieben und vermarktet werden.

Von nicht unerheblicher Bedeutung ist auch eine weitere Aufgabe: Touristische Einrichtungen werden von der GeTour betreut – etwa das Kurmittelhaus oder Wanderwege.

Der dritte große Aufgabenbereich der GeTour ist das Heilbad- und Gesundheitsmanagement. Dabei fallen der Gesellschaft Aufgaben wie der Betrieb des Heilquellen-Ausschanks ebenso zu wie die Entwicklung, Vermarktung und Durchführung von gesundheitstouristischen Angeboten. Die Zusammenarbeit mit den regionalen Heilbädern und Heilbäderverbänden fällt in den Aufgabenbereich der GeTour, die auch die Aktivitäten rund um das Solebad koordinieren soll. Schon in der Vergangenheit koordinierte die Gesellschaft kommunale Gesundheitsprojekte wie „Bad Münder bewegt“, diese Aufgabe bleibt erhalten wie auch die Erhebung von Kurbeiträgen.

Stärker als bislang sollen die Stadtentwicklung und das Standortmarketing wieder in den Blick gerückt werden. Die GeTour soll künftig wieder stärker in diesem Bereich tätig werden, Sitzungen und Prozesse in diesem Segment koordinieren. Dazu soll sie auch personell stärker aufgestellt werden.



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