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Mit dem CX-3 schickt Mazda einen Hoffnungsträger ins Rennen und fordert die arrivierten Hersteller heraus

Der nächste Volltreffer

Autor:

Michael Specht

Barcelona. Chic, cool, kompakt. Mit dem CX-3 könnte Mazda erneut einen Volltreffer landen. Denn viel Konkurrenz ist im Segment der kleinen SUVs derzeit nicht unterwegs.

Kein Autosegment boomt momentan so wie jenes der kleinen SUVs. Die coolen Kraxler gehören zu den Lieblingen der Nation. Gut für den Hersteller, der Entsprechendes im Angebot hat. Ganz vorn dabei ist Renault mit dem Captur. Auch der Opel Mokka schlägt sich tapfer. VW hinkt noch hinterher. Vor 2017 ist kein Wolfsburger Modell auf der Straße. Gute Voraussetzungen also für Mazdas jüngste Schöpfung. Die Japaner schicken im Juni ihren CX-3 auf den Markt. Ein sportlich gestylter Crossover, der in Deutschland schon bald seinem größeren Bruder CX-5 den Titel „bestverkauftes Mazda-Modell“ streitig machen könnte.

Technisch teilt sich der CX-3 das sogenannte Skyactiv-Chassis mit dem Kleinwagen Mazda 2. Es wurde komplett neu entwickelt und gehört zu den modernsten Fahrzeugarchitekturen weltweit. Das SUV erhielt jedoch diverse Verstärkungen, ein neu abgestimmtes Fahrwerk und größere Bremsen. Der Kunde kann beim stärksten Benziner und beim Dieselmotor zwischen Front- und Allradantrieb wählen. Sehr gut gelang die Abstimmung des CX-3. Er überzeugt durch handliche und präzise Fahreigenschaften, spielt dabei aber nicht den harten Sportler.

Kommod untergebracht sind Fahrer und Beifahrer. Raumgefühl, Überblick und Sitzposition sind klasse. Das Lenkrad ist in Neigung und Tiefe verstellbar. Im Fond zeigt sich, dass bei einer Gesamtfahrzeuglänge von 4,28 Metern einem nicht die Welt zu Füßen liegt. Reicht für Erwachsene die Kopffreiheit noch aus, stoßen die Knie bereits an die Lehnen, wenn sich der Vordersitz in mittlerer Stellung befindet. Beim Thema Kofferraum bleibt der CX-3 konservativ. Die Lehnen – 60 : 40 geteilt – fallen nahezu in die Waagerechte und vergrößern so den Laderaum von 350 auf immerhin 1260 Liter. Kein schlechter Wert. Ist die flexible Bodenplatte – unter ihr lässt sich diverser Kleinkram verstauen – in der oberen Raste, entsteht sogar eine durchgehend ebene Fläche. Die Materialien im Cockpit fühlen sich hochwertig an. Auch die Verarbeitung gibt wenig Anlass zu Kritik. Lediglich die zentrale Konsole zwischen den Vordersitzen wirkt etwas dünnhäutig. Hier hätte ruhig etwas solider konstruiert werden können – selbst unter Berücksichtigung des recht attraktiven Einstiegspreises von 17 990 Euro, die der CX-3 kostet.

Mazda bietet für den CX-3 einen 2,0-Liter-Benziner mit 120 oder 150 PS sowie einen komplett neu entwickelten 1,5-Liter-Diesel mit 105 PS an. Gut gefallen hat bei einer ersten Probefahrt vor allem der kleine Selbstzünder, der aber erst ab 21 990 Euro in der Preisliste steht. Der sehr niedrig verdichtete Vierzylinder – eine Besonderheit bei Mazda – läuft weich und ruhig, hat mit entspannten 270 Newtonmetern fast 30 Prozent mehr Drehmoment als der Benziner und zieht schon aus niedrigen Drehzahlen munter los. Dies begünstigt zum einen eine schaltfaule Fahrweise und lässt gleichzeitig den Alltagsverbrauch in die Nähe des EUNormwertes kommen. Letzteren gibt Mazda mit vier Litern an. Vorausgesetzt, man bewegt die Version mit Frontantrieb und manuellem Getriebe. Wer Allrad und Automatik bevorzugt, sollte mit mindestens 1,2 Litern mehr rechnen.

Wichtiger als Verbrauchs- und Beschleunigungswerte ist insbesondere jüngeren Leuten die Konnektivität. Motto: online immer und überall. Mazda bietet hier sein bereits in anderen Modellen verbautes MZD-Connect-System an. Es ermöglicht die Anbindung eines Smartphones und damit den Zugang zu Internetfunktionen und zu sozialen Netzwerken. Auch bei Sicherheit und Fahrerassistenz möchte Mazda vorne mitfahren. Je nach Ausstattungsversion lassen sich bestimmte Pakete ordern, oder sie sind bereits im Serienumfang enthalten. Dazu gehören das City-Notbremssystem, ein Spurhalteassistent mit Ausparkhilfe, ein Spurwechsel- und ein Fernlichtassistent sowie eine radargestützte Abstandsregelung. Das bietet derzeit kein Konkurrent im Segment.

Dynamisch und kompakt: Der Mazda CX-3 stellt eine attraktive Alternative im Boomsegment der kleinen SUVs dar. Hersteller




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