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Stadt und Wirtschaftsvereinigung planen eigene Klimaschutz-Beratung / Info-Veranstaltung im Januar

Der mündersche Weg – klein, aber bezahlbar

Bad Münder (jhr). An der Klimaschutzagentur des Landkreises will sich Bad Müder zunächst nicht beteiligen, ganz außen vor soll das Thema Klimaschutz zwischen Deister und Süntel dennoch nicht bleiben: Stadt und Wirtschaftsvereinigung planen derzeit eine kleine, nur auf Bad Münder bezogene Lösung.


Für das Ausscheren aus der für den gesamten Landkreis konzipierten Klimaschutzagentur Weserbergland hatte Bad Münder in den vergangenen Monaten verbal Prügel bezogen – sowohl von einigen heimischen Ratsvertretern als auch aus der Kreis-Politik. Das bisherige Konzept, das Bürgermeisterin Silvia Nieber in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Wirtschaftsvereinigung erarbeitet hat, soll das heimische Handwerk stark einbinden. „Unsere Grundidee ist, dass private Haushalte sich für 70 Euro eine einstündige individuelle Beratung durch einen Fachmann bestellen können“, stellt Nieber den Stand der Planungen vor. Der Fachmann soll mit dem Hausbesitzer vor Ort die Möglichkeiten der Energieeinsparung durchgehen, Tipps und Empfehlungen geben. Im Anschluss soll der Hausbesitzer dann eine Liste der möglichen Maßnahmen erhalten – und auf dieser Liste sollen sich auch die heimischen Betriebe wiederfinden, die für die Ausführung der Arbeiten qualifiziert sind und empfohlen werden. „Erfahrungen aus dem Bereich Hannover belegen, dass 70 bis 80 Prozent der Hausbesitzer, die die Beratung in Anspruch nehmen, auch anschließend Investitionen tätigen“, sagt Nieber. Die Beratungskosten in Höhe von 70 Euro sieht sie im Zusammenhang mit Investitionssummen in Höhe von 10 000 bis 70 000 Euro.

Noch Beratungsbedarf haben Stadt und Wirtschaftsvereinigung in der Frage, wie Unternehmen ihre Qualifikation für bestimmte Arbeiten nachweisen sollen – und wer diesen Qualifikationsnachweis ausstellt. „Im Gespräch ist unter anderem die Einrichtung eines entsprechenden Gremiums“, sagt Nieber. Für die Initiatoren der „kleinen Lösung“ wichtig: „Die Hausbesitzer müssen sich sicher sein können, dass die empfohlenen Unternehmen tatsächlich wissen, wovon sie reden und was sie machen.“

Nach bisheriger Planung soll im Januar eine Informationsveranstaltung für interessierte Betriebe stattfinden. „Man muss nicht viel Geld ausgeben, um etwas Vernünftiges zu machen“, sagt die Bürgermeisterin. Petra Witte, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, hofft auf große Beteiligung des heimischen Handwerks: „Wenn unsere Betriebe kein Interesse zeigen, kommen auswärtige Firmen in die Stadt.“



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