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Rosenfest lockt viele Besucher / Weniger Aussteller / Auf der Suche nach weiteren alten Sorten

Der Kurpark entwickelt sich zum Rosengarten

Bad Eilsen (sig). Keine Blume wird so häufig verschenkt und so häufig besungen wie die Rose. Inzwischen ist auch die Vielfalt der Rosen so groß wie die keiner anderen Blume. Es gibt ständig neue Sorten, aber auch so manche fast verloren gegangene Kreation ist wieder zum Leben erweckt worden. Das Rosenfest zu feiern, sei eine gute Idee der Kurverwaltung, die beibehalten werden sollte, meinen die Besucher - auch wenn diesmal die Schar der Aussteller zurückgegangen war.

Waltraud Könemann aus Bückeburg genießt den Duft der Rosensorte

Sieben waren weggeblieben, obwohl sie sich angemeldet hatten. Offensichtlich trauten sie dem Wettergott nicht, aber der war am Sonntag - zumindest im Bereich des Kurortes - besser drauf als sein Ruf zur Zeit vermuten lässt. Es blieb nämlich vom Beginn bis zum Ausklang der Veranstaltung trocken. So konnten sich die Besucher viel Zeit nehmen, zuerst den Kurpark zu durchwandern und danach zum Platz vor der Konzertmuschel zu gehen, der diesmal das Zentrum des Rosenfestes war. Der Wechsel an diesen Standort war vor allem von jenen Ausstellern gewünscht worden, die im Vorjahr nicht glücklich darüber waren, der prallen Sonne ausgesetzt zu sein. Diese Sorge war am Sonntag natürlich unbegründet, denn es herrschten ausgesprochen angenehme Temperaturen. Bürgermeister Horst Rinne zeigte sich stolz darüber, dass im Kurpark 60 Rosensorten blühen, darunter etliche alte. "Ich habe mir beim Rosarium in Sangershausen einen Katalog beschafft und danach die Züchter von 20 Arten ermittelt, die früher in den Gärten standen, die man heute aber kaum noch kennt." Die Rosenliebhaber dürfen sich darauf freuen, dass sich künftig ein Besuch des Eilser Kurparks noch mehr lohnen wird. wenn diese in Vergessenheit geratenen Arten noch dazukommen. Das Schaumburger Unicef-Team ist außerdem an den Bürgermeister mit der Bitte herangetreten, die eigens für das internationale Kinderhilfswerk gezüchtete Unicef-Rose ebenfalls im Kurpark anpflanzen zu lassen. Diese Gattung, die bei der Gärtnerei Kordes in Elmshorn das Licht der Welt erblickte, kann man kaufen. Ein Großteil des Erlöses geht an Unicef. "Die Rose ist schon die Königin der Blumen, aber sie braucht natürlich viel Pflege, besonders beim Pilzbefall, den es reichlich gibt", lautete die ergänzende Feststellung von Christel Bergmann, der stellvertretenden Bürgermeisterin. Das größte Blumenangebot hatte an diesem Tag die Firma Strüwe aus Röhrkasten. Sie stellte Buschrosen, Rosenstämme, voll blühende Blumenampeln, Hortensien, Lavendel und dazu Yuka-Palmen sowie Zypressen aus. Dazu kamen Orchideen und die samtrote exotische Kletterpflanze mit dem klangvollen Namen Mandevilla. Das Team um Monika Schaper hatte alle Hände voll zu tun. Rosen gab es auch an anderen Ständen zu entdecken, dann aber überwiegend als Seidenblumen oder als Motiv auf Taschen, Schals, Bildern, Magnettafeln, Schmuck und vielen anderen Accessoires. Am weitesten gereist waren die Produkte aus dem Mineral Aragonit, das sich in Pakistan durch aufsteigendes Quellwasser bildet und seine Färbung durch Eisen oder Kalzium erhält. Bei den zubereiteten Cocktails wurde ein Bezug zur Rose vermisst. Es gab "Karibische Träume" und "Blaue Wellen", die anstelle von Rosenwasser Obstsäfte und Wodka mit Sahne enthielten. Didi Ostermeier und sein Team kümmerten sich um die Beschäftigung der Kinder. Das Jugendzentrum bot einen Kinderflohmarkt an, der diesmal leider dünn besetzt war. Spaß bereitete auch der Doktor-See-Express. Die Schalmeienkapelle Meinsen-Warber und die Band "Flashback" sorgten für eine schwungvolle musikalische Umrahmung.



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