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Seat lässt das neue Modell chic erscheinen / Die Kastenform von früher gehört der Vergangenheit an

Der Kombi-Golf auf Spanisch heißt Leon

Autor:

Henner-E. Kerl

Seat im Aufwind: Die Volkswagentochter fährt sich mit attraktiven neuen Modellen aus der Krise und eifert ihrer tschechischen Schwester nach. Getreu dem Motto „Was Skoda kann, können wir schon lange“ hat sie wohl auch hierzulande endlich in die Erfolgsspur gefunden und ein Viertel mehr Autos als im Vorjahr in Deutschland bisher in 2013 verkauft. Das liegt vor allem am Golf Made in Spanien mit Namen Leon. Denn der Kompakte aus Barcelona erntete mit seinem pfiffigen Design so viel Lob wie wohl kein Seat zuvor. Und jetzt gibt es eine vielversprechende Zugabe – den Leon ST, den ersten kompakten Kombi aus der spanischen Autoschmiede.

Optisch zumindest hat der Leon VW-Tugenden ad acta gelegt. Denn im Vergleich zum eher konservativ daherkommenden Golf gibt sich der neue Seat weit jugendlicher. Seine scharf gezogene Kanten sollen sein südländisches Temperament zum Ausdruck bringen, seine Front mit den markanten Scheinwerfern und den dreieckigen Tagfahrlichtern sowie das Heck mit der flachen Heckscheibe und den muskulös ausgeformten Schultern vermitteln Individualität und Dynamik. Aber schön allein reicht nicht, um ein Auto attraktiv zu machen. Ein Kombi muss vielmehr auch praktisch sein. Dementsprechend wurde der gegenüber der Limousine um 27 Zentimeter längeren Kombiversion des Leon ein komfortabel gestalteter Innenraum mit üppigem Platzangebot auf den Weg gegeben. Die Sitzlehnen lassen sich mit einem Knopfdruck vom 587 Liter großen Gepäckraum aus betätigen und fallen, im Verhältnis 40 zu 60 geteilt, in die Waagerechte. Dann ist der Boden komplett eben, und das Ladevolumen lässt sich bis auf 1 470 Liter vergrößern.

Man fühlt sich im Leon sofort wohl. Alles ist gut geordnet, anspruchsvoll verarbeitet und durchdacht. So wie man es unter dem VW-Dach gewohnt ist. Die familiäre Verbindung mit Wolfsburg macht Seat auch in Sachen Technik zu seinem Vorteil. Denn bei den Motoren für den Leon hat man sich im Konzernregal bedient. Neun aufgeladene Benziner und Diesel stehen zur Auswahl. Wer ganz sparsam unterwegs sein möchte, wählt den 1,6 TDI Ecomotive: Der 105 PS starke Selbstzünder mit Start-Stopp-System gibt sich im Schnitt mit 3,8 Litern pro 100 Kilometer zufrieden, legt dabei aber eine durchweg gesunde Agilität und Durchzugskraft an den Tag und sorgt für rundum ausreichende Fahrwerte: 191 km/h in der Spitze, und in 11,1 Sekunden von null auf 100. Das ist freilich nichts im Vergleich zur Top-Motorisierung. Die Sportvarianten, ob die mit dem 184 PS Diesel oder die mit dem 180 PS Benziner, machen den Leon ST zu einem Spanier mit richtig südländischem Feuer – bis 228 km/h schnell und in kaum acht Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Das freilich hat seinen Preis. Während das Basismodell mit dem 1,2 TSI für 16 640 Euro zu haben ist, kostet der Leon Kombi mit dem 2,0-Turbodiesel gut 30 000 Euro.

Das Styling des Seat Leon ST lässt sofort die Familienzugehörigkeit erkennen. Die ausgewogenen Proportionen lassen die früher üblichen Kastenformen eines Kombis vergessen.

we.




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