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3000 Fans feiern Chris Rea in der AWD-Hall / Die Gitarre als Sprachrohr

Der König des Bottleneck-Spiels ist „back on the road“

Ein großer Plauderer ist der 61-Jährige noch nie gewesen – und so ließ der in Middlesbrough geborene Sänger und Komponist wie gewohnt seine Gitarre für sich sprechen.

Mehr als 130 Songs hat Rea nach seiner Krebsoperation geschrieben, die er 2005 allesamt in dem 11 CDs umfassenden Ear-Book „Blue Guitars“ verewigte. Drei dieser „blauen Gitarren“ hingen auch an diesem Abend sinnbildlich am hinteren Teil der Bühne, ebenso eine Leinwand, auf der Malereien Reas und kurze Text begleitende Videos zu seinen Songs zu sehen waren. Es war ein sehr persönliches Bühnenbild, denn der Sänger malte die Bilder nach seiner Erkrankung.

„Santo Spirito Blues“ heißt sein aktuelles Album, aus dem der Brite mit „The Last Open Road“ jedoch nur ein Stück spielte – bestens platziert als Opener, denn egal was kommt, der Blues wird immer „die letzte offene Straße“ für ihn sein.

„Where The Blues Come From“ erklingt und jeder weiß, dass er bei Rea tief aus seinem Herzen kommt. Seiner Frau und den beiden Töchtern hat er eigene Musiktitel geschrieben – mit „Josephine“ schickt er gleich zu Beginn einen Gruß an seine älteste Tochter.

Mit „The Last Open Road“ begann Chris Rea sein Programm.

„Til the Morning Sun Shines On My Love And Me“ wird zu einem Stück Monumental-Blues. Mehr als sieben Minuten bearbeitet Rea seine „Pinky“ Fender Stratocaster, lässt sie weinen, singt mit rauer Stimme eines seiner wohl besten Lieder.

Tosender Beifall, als der Sänger/Gitarrist „Julia“ anstimmt – Rea taut auf, tänzelt über die Bühne. Die Liebe zur Musik versetzt Berge – Blues statt Pillen – es wäre „Mr. Slide-Guitar“ zu gönnen.

„Stony Road“ erklingt – ein Song, den Chris Rea kurz nach seinem Krankenhausaufenthalt schrieb Eine junge Krebs-Patientin sagte damals zu ihm die Worte: „Wir tanzen jetzt beide auf einer steinigen Straße“ - das Projekt „Stony Road“ entand.

„And I Fell In Love, I Fell In Love With A Stainsby Girl“ – ein weiterer Titel erklingt, den er für seine zwei Töchter und Frau schrieb.Vor dem Zugaben-Block noch schnell auf die „Road To Hell“, danach die Aufforderung „Let’s Dance“ – zum Abschluss „It’s All Gone“.

„Fool, If You Think It’s Over“ – was soviel heißt wie „Ein Narr, wenn du denkst, dass es vorbei ist“, erklärte Rea nach seiner Erkrankung. Damit sollte er Recht behalten – „Auf Tour zu gehen ist weiterhin der beste Job der Welt“ – dem können wir uns nur anschließen.

„See you, Chris – Blues on!!!!“




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