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Nabu und Rintelner Kirchen starten Kampagne für Turmfalke und Schleiereule

"Der Kirchturm steckt voller Leben"

Rinteln (rd). Der Nabu und die Kirchen in Deutschland geben den Startschuss für ein gemeinsames Engagement für bedrohte Tierarten. Mit der Vorstellung ihrer Aktion "Lebensraum Kirchturm" richten die Vertreter des größten deutschen Naturschutzverbandes und der Kirchen einen Appell an ihre Mitglieder und Gemeinden, den immer seltener werdenden Turmfalken, Schleiereulen und Fledermäusen neue Lebensmöglichkeiten zu schaffen.

Die Nabu-Gruppe Rinteln unterstützt die bundesweite Aktion, indem auch in den Rintelner Kirchtürmen allmählich Turmfalke oder Schleiereule Einzug halten sollen. So wurden bereits in der Kirche in Krankenhagen, im Kirchturm der Kirche Deckbergen und im Dachstuhl der Rintelner Jakobi-Kirche Nistmöglichkeiten für Turmfalken geschaffen. "Etwa zwei Drittel aller Turmfalken ziehen ihren Nachwuchs in Brutnischen an Kirchtürmen auf", erläutert Nick Büscher als erster Vorsitzender der Nabu-Gruppe Rinteln. Doch leider viel zu oft fehle es den eleganten Fliegern an Nistmöglichkeiten. Häufig gingen diese bei Sanierungsarbeiten verloren, oder die Einfluglöcher und Nischen würden zur Abwehr von Tauben gezielt vergittert. "Dabei halten gerade Turmfalken in vielen Fällen die Tauben von den Gebäuden fern. Und auch für Fledermäuse reichen gerade kleine Nischen, um die Dachböden der Kirchtürme zu besiedeln", sagt Büscher. Turmfalken nisten gerne an Kirchtürmen und anderen hohen Gebäuden, die ihnen mit einer Nische Platz zum Brüten bieten. Der Turmfalke, "Vogel des Jahres 2007", soll auch Schleiereulen und Fledermäusen als Türöffner dienen. "Unser Wunsch ist es, dass sich möglichst viele Menschen in Rinteln für den Turmfalken und andere selten gewordene Tierarten engagieren, die zunehmend unter Wohnungsnot leiden", erläutert Büscher. Der Nabu ruft nochmals die Kirchengemeinden der Umgebung dazu auf, ihre Kirchtürme für Turmfalke, Schleiereule und Fledermaus zu öffnen. "Bei den bereits angebrachten Turmfalkenkästen soll es nicht bleiben", kündigt Büscher an.




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