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Gaststätte „Lauensteiner Hof“– ein giebelständiger Fachwerkbau vom Ende des 18. Jahrhunderts

Der Keller ist das älteste Baudenkmal

Den schönsten Blick auf den Ortsmittelpunkt von Lauenstein hat man von der Straße, die vom Ithpass herunter in den Ort führt. Der mächtige Kirchturm, vermutlich aus der Zeit um 1300, beherrscht das Bild. Das mit Sollingplatten gedeckte Dach passt sich dem grauen Bruchsteinmauerwerk harmonisch an.

Autor:

Annemarie Rein-Piepho

Der Raum vor und hinter der Kirche diente als Marktplatz, denn Lauenstein besaß seit 1590 das Marktrecht. Jährlich wurden zwei Wochenmärkte und zwei Freimärkte abgehalten.

Wegen des einstigen Pfarrwitwenhauses dort wurde der Platz auch „Witwenplatz“ genannt. Der ehemalige Kunzesche Vollmeierhof, einer der ältesten Höfe, wurde 1836 Wohnsitz des Amtsrichters und kurz vor 1900 „Lauen-

steiner Hof“.

2 Bilder
Der kryptaähnliche Kreuzgratgewölbekeller.

Er ist ein giebelständiger Fachwerkbau vom Ende des 18. Jahrhunderts. Der Giebel ist mit sogenannten halben Riesen gegliedert und springt teilweise leicht vor. Der Eingang wurde den Erfordernissen unserer Zeit angepasst. Die Längsdiele im Inneren ist erhalten. Eine rückwärtige Treppe führt zum Obergeschoss hinauf. Das Geländer stammt wohl noch aus der Erbauungszeit. Die größte Überraschung verbirgt sich allerdings unter der Erde. Über eine Falltür in der Küche gelangt man in einen kryptaähnlichen Kreuzgratgewölbekeller mit sechs Kreuzgewölben, die auf zwei achteckigen Pfeilern mit einer umlaufenden Inschrift und der Jahreszahl 1543 ruhen.

Ein Teil des altten Gewölbes ist abgemauert. Der Keller ist das älteste Baudenkmal von Lauenstein. Bei näherem Hinsehen lässt sich übrigens auch in allen Orten des Landkreises Sehenswertes erkunden, auch wenn es manchmal nicht über der Erde sichtbar wird.




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