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Fanclubchef Rennekamp: "Keiner spielt zurzeit einen so langsamen und unattraktiven Fußball"

"Der HSV hat diese Fans gar nicht verdient"

Obernkirchen (sig). Knallhart war das Urteil von Uwe Rennekamp nach der Heimniederlage im wichtigen Heimspiel gegen Schalke, das am Sonnabend mit 0:1 verloren wurde: "Eigentlich hat die HSV-Mannschaft mit ihren derzeitigen Leistungen diese Fans nicht verdient; da fahren zwei bis auf den letzten Platz gefüllte Busse aus Obernkirchen und ein weiterer aus Luhden nach Hamburg, und die Mannschaft spielt wieder grottenschlecht."

Bis zuletzt feuern auch die Fans aus dem Schaumburger Land ihr T

Und der Fanclubchef legte im Gespräch mit unserer Zeitung nach: "Keiner spielt zur Zeit einen so langsamen und unattraktiven Fußball wie der HSV. Es gab Fehlpässe am laufenden Band. In aussichtsreichen Situationen wurden die Bälle so verstolpert, dass man nicht zusehen wollte. Schalke hat gewonnen, obwohl das Team in der zweiten Halbzeit keine einzige Torchance hatte. Das sagt doch genug." Von den derzeitigen Spielern trage kaum einer die Raute im Herzen, lautete die harte Schlussfolgerung. Und der Vorsitzende desüber 300 Mitgliedern zählenden Fanclubs "Blauer Stern zu Schaumburg" glaubt auch den Grund für den großen Leistungsabfall zu kennen. Rennekamp: "Seit dem 19. November 2007, als Huub Stevens ankündigte, den HSV nach Schluss der Saison zu verlassen, gab es in 17 Spielen nur vier Siege. Die Spieler sind unsicher, weil sie nicht wissen, wer künftig das Sagen hat und welche Perspektiven sie bei dem noch unbekannten neuen Trainer haben." Ideenlos, konzeptlos, kampflos, lustlos: Seit sechs Spielen ist der HSV ohne Sieg, die von Stevens einst so gepriesene Null steht beim HSV nur vorne. Gerade gegen Schalke, sind sich die Fans und Experten einig, habe sich der Unterschied gezeigt: Während auf Schalke die neuen Interimstrainer auf der entscheidenden Zielgeraden der Saison dem Team Feuer machen konnten, kocht der HSV unter Stevens auf Sparflamme. Zurück zum Spiel am Sonnabend: Trotz des ideenlosen Schlafwagenfußballs hat der HSV-Anhang mit den vielen Fans aus dem Schaumburger Land bis zur letzten Minute seine Mannschaft angefeuert und nicht ausgebuht. Das dürfte es kaum noch in einem anderen Stadion geben. Es gab auch keine Reibereien mit den Schalker Zuschauern, die allerdings am Ende feixend skandierten: "Wir spielen Champions Liga, aber den HSV kennt in ganz Europa keine Sau!" Zu den letzten Spielen braucht der Schaumburger Fanclub nun keine Sonderbusse mehr. Da reichen Privatwagen, oder man löst ein Bahnticket. Und das Leiden hat noch kein Ende: Die Befürchtung der Anhänger ist groß, selbst keinen Platz mehr im UEFA-Cup zu erhalten. Der Verlust für den Verein liegt im zweistelligen Millionenbereich.



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