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Der Grundstein fürs „Zukunftsprojekt“

Bad Münder. 6,1 Millionen Euro investiert Haworth in Bad Münder – am Donnerstag wurde der Grundstein für ein wesentliches Element des „Zukunftsprojektes Deutschland“, unter diesem Titel läuft bei Haworth der Ausbau des Standortes Bad Münder, gelegt. In einer Feierstunde mit Mitarbeitern und Gästen mauerten Geschäftsführer und Europa-Chef Henning Figge und Werksleiter Nicolas Kammerer eine Plombe ins Fundament der neuen Fertigungshalle. Die soll, 2800 Quadratmeter groß, zu einer der modernsten Möbelfertigungsstätten Europas werden.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

„Wir müssen uns mit der Grundsteinlegung beeilen, sonst können wir Richtfest feiern, bevor wir mit der Grundsteinlegung fertig sind“, lachte Figge. Und in der Tat: Selbst für den Festakt wurden die Arbeiten nicht unterbrochen. Während Figge vorstellte, welchen Einfluss die neue Fertigungshalle auf das Zukunftsprojekt des Unternehmens haben wird, stellten Bauarbeiter weitere Elemente des Betongerüsts der Halle auf. „Wir liegen gut im Zeitplan. Einer Übergabe des Gebäudes in einer nutzbaren Form im Juli steht nichts entgegen“, erklärte Figge. Im Juli und August soll die Fertigung umziehen. Dann wird die gesamte Stuhlproduktion von Haworth Deutschland mit allen Produktionsschritten von der Rohmaterialanlieferung über die Lagerung, Beschichtung, Montage und den Versand in der Halle konzentriert.

Dass in Bad Münder künftig auch die Stuhlproduktion des Unternehmens vertreten sein wird, hängt mit den Veränderungen im Konzern zusammen – Ende 2013 wurde die Schließung des zweiten deutschen Standortes in Ahlen beschlossen.

Für Figge war die Grundsteinlegung dann auch nicht nur ein „Startpunkt“, sondern auch ein „Schlusspunkt“. Eine Anspielung auf das nicht immer einfache Zusammenwachsen der Belegschaften, die Enttäuschung vieler Mitarbeiter über die Entscheidung der Standortschließung in Ahlen. „Ich glaube, dass wir uns jetzt als ein Unternehmen aufgestellt haben. Mit Mitarbeitern, die an einem Strang ziehen, an einem Standort fertigen“, so der Geschäftsführer. Er bemühte das Bild einer Brücke zwischen Ahlen und Bad Münder, aber auch zwischen Produktion und Verwaltung im Unternehmen und leitete damit zu dem „Skywalk“ über, ein weiteres Bauprojekt. Der gläserne, 15 Meter lange Gang soll neue Büroflächen oberhalb der bestehenden Produktionsflächen mit dem bestehenden Bürobereich verbinden. „Wir stärken den Standort Bad Münder und schaffen zugleich die Basis, um unser Geschäft noch erfolgreicher gestalten zu können“, sagt Figge. Seine Prognose für das laufende Jahr fällt noch positiver aus als die ohnehin schon guten Zahlen des vergangenen Jahres, er rechnet mit deutlichem Wachstum.

Eine Nachricht, die auch Bürgermeister Hartmut Büttner gerne hörte. Er erinnerte in einem Grußwort an die Geschichte der Möbelfertigung am Standort, die immer eng mit der Stadt verbunden war. „Ich will auch nicht verhehlen, dass ich sehr erleichtert bin, dass wir heute am Standort Bad Münder eine Grundsteinlegung erleben dürfen. Ein sehr gutes Signal“, so Büttner. Aus der Standortentscheidung resultiere auch eine Verpflichtung: Stadt, Landkreis und Region müssten die Entwicklung des Unternehmens unterstützen. Seine Unterstützung sicherte Büttner zu.



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