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Der Golf fürs große Gepäck

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Autor:

Henner-E. Kerl

Auch der neue Variant ist ein Lademeister in der Kompaktklasse

Bisher stand er immer im Schatten, so richtig beliebt wie all die anderen der Golf-Familie wollte er nie werden. Doch nun zaubert VW einen Golf Variant aus dem Hut, der all seine wenig ruhmreiche Vergangenheit vergessen lässt und zu einem neuen Star in der Wolfsburger Modellpalette werden könnte.

Der neue Golf Variant ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern vor allem eins: ein eigenständiges Modell. War er bisher eher ein schnöder Alibi-Kombi, so glänzt er nun mit interessantem Design und üppigem Platzangebot für Passagiere und Gepäck. In Breite und Länge ist er kaum gewachsen, dafür aber lässt der um 57 Millimeter gewachsene Radstand das Kofferraumvolumen im Vergleich zum Golf VI von 1495 auf 1620 Liter wachsen, und damit kann der Neuling von VW bei den Kombis der Kompaktklasse durchaus mithalten. Umso mehr, da er mit der nur 60 Zentimeter hohen Ladekante, mit der Fernentriegelung der Rücksitzlehnen im Fond, dem variablen Ladeboden sowie mit dem umklappbaren Beifahrersitz Pluspunkte sammelt. Bis zu 2,70 Meter lange Gegenstände lassen sich in ihm transportieren.

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  • Der Golf Variant sieht dem Passat schon sehr ähnlich.

Doch nicht nur, weil der Variant nun alle Eigenschaften eines praktischen Lastenschleppers hat, ist ihm der Erfolg in die Wiege gelegt: Er wirkt dank seiner Linienführung weit sportlicher, dynamischer und kraftvoller als die Variante zuvor. Besonders fällt sein muskulöses Heck mit den zweigeteilten Rückleuchten ins Auge. Gleichwohl ist er bei aller Eigenständigkeit sofort als Golf zu erkennen.

Golftypisch sind selbstverständlich auch Technik und Interieur. Im Innenraum fühlt man sich sofort wohl, der Fahrer hat alle Instrumente mit dem großen Infotainment-Touchscreen bestens im Blick, und dazu kommt ausreichend viel Kopf- und Beinfreiheit auf allen Plätzen.

Zu den Händlern rollt der Golf VII Variant aus dem Werk in Zwickau in diesem Monat. Dann kann zwischen drei Dieselaggregaten und vier Benzinern mit einem Leistungsspektrum von 85 bis 150 PS gewählt werden. Alle Motoren überzeugen mit erfreulich günstigen Verbrauchswerten. So gibt sich der 1,2 Liter-Turbo-Benziner im ab 18 950 Euro erhältlichen Basismodell mit fünf Litern im Schnitt zufrieden. Besonders stolz freilich sind die Ingenieure in Wolfsburg auf ihren BlueMotion-Motor. Der 1,6-Liter Turbo-Diesel mit doppelter Abgasrückführung wie im GTD kommt mit gerademal 3,9 Litern je 100 Kilometer aus. Alle Modelle verfügen ab Werk über ein Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung. Angeboten wird der Wolfsburger Variant mit 5- und 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit einem 6- oder 7-Gang-DSG, und auch in der Allradversion 4MOTION ist der neue Golf wieder zu haben.



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