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Der Erste hat sich bereits entschieden

Bad Münder. Die Wahllokale für die Bundestags- und Landratswahl öffnen zwar erst am 22. September – doch bereits gestern hat die Stimmenabgabe in der im Service-Büro an der Obertorstraße eingerichteten Briefwahlstelle begonnen. Wer also am Wahltermin keine Zeit hat, kann jetzt schon seine Kreuzchen auf den Stimmzetteln machen. Bis Ende dieser Woche sollten auch alle Wahlberechtigten ihre Benachrichtigungskarten im Briefkasten finden. Diese dient als Identitätsnachweis. Falls die Karte jedoch fehlt, können sich Wähler auch mit ihrem Personalausweis legitimieren.

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Uwe Liceni und seine Frau hatten, nachdem sie ihre Wahlbenachrichtigungen in der Post hatten, den Weg aus Eimbeckhausen in die Kernstadt auf sich genommen. „Am Wahltag sind wir im Urlaub und wählen deshalb hier“, erklärt der Senior. Während seine Frau die Unterlagen lieber mit nach Hause nimmt, um sich dort in Ruhe zu entschieden, nutzt ihr Mann gleich die Möglichkeit, seine Kreuze im Service-Büro zu machen.

Aufgrund der doppelten Wahl in diesem Jahr gestaltet sich der Wahlgang etwas komplizierter. Zuerst bekommt Liceni die Unterlagen für die Bundestagswahl ausgehängt – diese kommen im schlichten Weiß daher. Nachdem er den Stimmzettel in einem roten Umschlag verstaut hat, geht es für diesen in die Wahlurne und der Eimbeckhäuser kann sich die Papiere für die Landratswahl abholen – diese sind in Gelb gehalten. Der Umschlag wiederum ist Grün, sodass es nicht zu Verwechslungen kommen kann.

Bei der Bundestagswahl dürfen 14 140 Münderaner ihre Kreuze machen. Bei der Landratswahl können 14 900 Einwohner an die Urne schreiten.

Für die Stadtverwaltung stellt die doppelte Wahl eine Kraftakt dar – auch weil bei der Wahl des Landrats erstmals seit Jahren wieder eine Stichwahl möglich sein wird. Wenn keiner der vier Bewerber von SPD, CDU, Grünen und Unabhängigen mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinen kann, kommt es zum Stechen zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen. Für die mögliche Direktwahl ist der 6. Oktober vorgesehen. Für beide Termine hat Wahlkoordinatorin Elisabeth Borcherding 320 Wahlhelfer vorgesehen. Sie müssen am Wahlsonntag eine Sieben-Stunden-Schicht zwischen 7.30 und 20 Uhr übernehmen und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Briefwähler können sich bereits jetzt entscheiden, ob sie auch bei der Stichwahl per Brief abstimmen wollen.

Die Briefwahlstelle im Service-Büro an der Obertorstraße 1/3 ist montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 17.30 Uhr geöffnet sowie mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr. Bis zum 20. September ist die Stimmabgabe dort möglich.col



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