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Karl-Friedrich Buhmeier stirbt im Alter von 76 Jahren / 28 Jahre die Geschicke Heeßens gelenkt

Der Dienst an der Gemeinde war ihm eine Ehre

Heeßen (tw). Ein großes Herz hat aufgehört zu schlagen. Am 23. Januar ist Karl-Friedrich Buhmeier, Ehrenbürgermeister der Gemeinde Heeßen, im Alter von 76 Jahren verstorben; am heutigen Freitag, 13 Uhr, findet in der Friedhofskapelle Bad Eilsen die Trauerfeier statt.

Großer Moment im Leben des Politikers Karl-Friedrich Buhmeier (?

Der am 26. Februar 1930 geborene CDU-Politiker gehörte dem Rat seit November 1972 bis zu seinem Ausscheiden im März 2000 ohne Unterbrechung für 28 Jahre an, ein Vierteljahrhundert davon als Bürgermeister. Dafür erhielt er die Goldene Ehrennadel des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. "Mein Anliegen ist es, für Harmonie im Dorf zu sorgen", erklärte Karl-Friedrich Buhmeier immer wieder. Ein Satz, der zur Maxime seines Lebens wurde. Ob Dorfgemeinschaftsfest oder Senioren-Weihnachtsfeier: "Es gab im Endeffekt fast nichts, bei dem du nicht mitgewirkt oder die Initiative ergriffen hast", sollte Harald Bokeloh, damals Vize-Bürgermeister, bei seinem Abschied loben. Die Zahl der Aufgaben, die er in den fast drei Jahrzehnten auf sich genommen hat, ist Legion: Karl-Friedrich Buhmeier gehörte der Arbeitsgemeinschaft an, welche bereits die Gründung der Samtgemeinde 1973 vorbereitete. Von März 1975 bis April 2000 war der Heeßer Bürgermeister, von März 1973 bis Juni 1991 obendrein Gemeindedirektor und bis April 2000 noch einmal Vize-Gemeindedirektor. Auch im Samtgemeinderat und -Ausschuss brachte sich Karl-Friedrich Buhmeier zwischen 1974 und 2001 mit Sitz und Stimme ein. Daneben hatte er zeitweise den Vorsitz im Bau-, Wege- und Umweltausschuss, im Bau- und Dorfentwicklungsausschuss sowie im Dorfpflege- und Umweltausschuss inne. Auch dem Gremium "Unser Dorf soll schöner werden" stand Karl-Friedrich Buhmeier als Chef vor. Als er am 17. Februar 2000 ankündigte, er wolle sich aus dem Rat Heeßen zurückziehen, um mehr Zeit für die Familie zu haben, war die Überraschung unter den Weggefährten groß. "Mit dem Abschied von Karl-Friedrich Buhmeier wird eine Ära beendet, die für Heeßen sehr erfolgreich war", lobte Gemeindedirektor Heinz Wischnatdamals spontan. Und verwies darauf, dass es dem Politiker in all den Jahren gelungen sei, Heeßen stets schuldenfrei zu halten. Dennoch habe die Gemeinde in der Ära Buhmeier ein so kostspieliges Projekt wie den Ausbau der Hauptstraße finanzieren können. Einer der wohl schönsten Momente im Leben des Politikers war es, als sein Wirken zum Wohle Heeßens am 6. April 2000 von Bürgermeister Wilhelm Brümmel und Gemeindedirektor Heinz Wischnat mit der Verleihung der "Ehrenbürgermeister"-Würde gekrönt wurde; den Antrag hatte Agnes Schramke für die CDU-Fraktion gestellt. Zum 70. Geburtstag erhielt er vom Rat ein farbiges Ortsbild und von der Gemeinde zwei Expo-Karten als Geschenk. Der Jubilar revanchierte sich: Statt Geschenken bat er zum 70. um Geldspenden für die notleidende Bevölkerung der Gemeinde San Miguel in Venezuela - 4200 Mark kamen damals zusammen. Das Schicksal seiner Gemeinde bewegte den Ehrenbürgermeister indes bis zuletzt. Noch wenige Monate vor seinem Tod verfolgte er die eine oder andere Ratssitzung von der Zuschauerseite aus. Das politische Eilsen nahm Karl-Friedrich Buhmeier zuletzt am 9. November 2006 bei der Verabschiedung von Wischnat im Heeßer Krug wahr, als der Ehrenbürgermeister eine Bilanz der gemeinsamen Jahre zog. Als Mitglied des damaligen Interimsrates erinnerte Karl-Friedrich Buhmeier an die Vorstellung, die Wischnat als Kandidat für das Amt des Samtgemeindedirektors abgegeben hatte sowie an die Zeit ab 1991, als Wischnat ihn im Amt des Gemeindedirektors von Heeßen ablöste.

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