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Fahrzeug bietet viel Platz und gutes Handling / Am Kunststoff gespart

Der Chevrolet Cruze mit Fließheck hat immer noch ein Plastikproblem

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Autor:

Burkhard Assmus

Mit der Cruze-Limousine hatten die Ingenieure des amerikanischen Automobilherstellers Chevrolet eine gute Ausgangsposition zur Weiterentwicklung des fünftürigen Fließheck-Modells. Das steht nun auf den Rädern. Schön, nee, schön ist anders. Aber dafür ist dieser Cruze praktisch. Und nicht zu teuer, ja, gerade günstig im Vergleich. Das macht ihn zu einem recht achtbaren Fahrzeug für den westeuropäischen Markt.

Wie die Limousine hat auch die Fließheck-Version eine selbstbewusste Frontansicht mit horizontal geteiltem Kühlergrill und den doppelten Halogenleuchten in den Scheinwerfern. Genau so wird auch der Station Wagon aussehen, der demnächst auf dem Markt erscheint. Viel mehr optische Highlights gibt’s aber auch schon nicht mehr zu vermelden. Dann lieber mal im Innenraum nachschauen…

Keine Überraschungen, keine Experimente. Der Blick fällt auf sportlich gestaltete Instrumente, die Mittelkonsole gibt sich fast futuristisch und ist dennoch gelungen. Irgendwie erinnert hier alles an den Hersteller aus Rüsselsheim, und das ist kein Nachteil. Man fühlt sich wohl, sowohl hinter dem Steuer als auch auf den übrigen Sitzen. Die zentralen Bedienelemente geben keine Rätsel auf, das Infotainment mit Radio und CD ebenso wenig. Die Materialien entsprechen natürlich nicht Premium-Niveau. Der eine oder andere Hartplastikanteil – speziell an den Seiten der Mittelkonsole und am Handschuhfach – sieht aber jetzt schon abgeschubbert aus. Dabei ist das hier doch ein neuwertiger Testwagen!?

Diesem Materialmakel steht jedoch ein ausgesprochen günstiger Einstiegspreis gegenüber. Bereits in der Grundausstattung LS erhalten Chevrolet-Kunden serienmäßig eine elektronische Stabilitätskontrolle (ESC), sechs Airbags, 4-Kanal-ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, elektrische Fensterheber vorne und ein CD-Radio mit vier Lautsprechern. Die Basisversion mit 1,6-Liter-Benziner steht mit 14 990 Euro in der Liste und bietet neben 124 PS auch akzeptable Fahrleistungen, die allerdings ab mittleren Drehzahlen akustisch deutlich zu vernehmen sind. Und zuviel Temperament darf man nicht erwarten, immerhin wiegt der Cruze rund 1,4 Tonnen.

Besser voran geht’s mit dem 2,0-Liter-Turbodiesel mit erhöhter Spitzen-Druckfeuerung im Verbrennungsraum und kettengetriebenem Steuersystem. Damit kommt der Cruze doch richtig auf Touren. Das eindrucksvolle Drehmoment von 360 Newtonmetern bei 1750 U/min und die Erfüllung der Euro-5-Norm sowie ein Normdurchschnittsverbrauch von 5,6 Litern (CO2-Ausstoß: 147 g/km) sollten Grund genug sein, sich für die Motorisierung zu entscheiden. 163 PS bei 3800 U/min erreichen in der Schaltgetriebe-Version eine Spitzengeschwindigkeit von 205 km/h und beschleunigen den Ami in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der 2,0-Liter-Turbodiesel in der Ausstattungslinie LTZ beginnt dann auch erst bei nicht mehr so günstigen 22 450 Euro.

Der Chevrolet Cruze gewinnt mit seinem Äußeren keine Designwettbewerbe. Seine Proportionen stammen vom Opel Astra, auf dessen Plattform er auch aufbaut. Sein Platzangebot ist erstaunlich groß.Foto: asp



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