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Renaults neuer Crossover ersetzt den Modus – und zwar mit viel Platz und guten Ideen

Der Captur bringt Farbe ins Spiel

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Autor:

Henner-E. Kerl

Klein, aber mit viel Platz. Eigentlich das ideale Erfolgsrezept. Mit dem Renault Modus hat das nicht so richtig geklappt. Der 2004 als Minivan gestartete Kleinwagen führ nie ins Rampenlicht, er blieb ein Mauerblümchen, obwohl er fünf Passagieren ausreichend Platz bot, weit günstiger als beispielsweise der VW Polo war und mit pfiffigen Details wie der in Längsrichtung verschiebbaren Rückbank glänzte. Nach nur einem Facelifting heißt es nun: Der Modus ist tot, es lebe der Captur.

Mit dem Captur scheint Renault auf einem guten Weg. Denn der Neuling ist nicht nur ein kompakter Kleinwagen, er ist auch ein wenig Van und obendrein hat er etwas von einem SUV. Das nennt man in der automobilen Welt Crossover.

Mit 4122 Zentimeter Länge ist der Captur ein wenig größer als der Clio. Sein Radstand von 2,60 Metern bildet die Basis für ein großzügiges Platzangebot, und Renault beweist mit den Maßen den Blick für das Wesentliche im Alltag: Der Fahrersitz lässt sich in der Höhe um sieben und in Längsrichtung um 24 Zentimeter verstellen. Das verdirbt auch groß gewachsenen Fahrern nicht den Spaß am Modus-Nachfolger und ermöglicht eine hohe Sitzposition mit bestem Überblick. Zudem kombiniert Renault die erfreulich gut bemessene Kopf- und Beinfreiheit auf allen Plätzen mit einem variablen Gepäckraum: Bis zu 1235 Liter Zuladung sind möglich, und das bedeutet einen Spitzenwert im Segment der Minivans. Dazu kommen der flexible Gepäckraumboden und die praktische Ladekantenhöhe (73,2 Zentimeter).

Der Captur hat alle Eigenschaften eines Familien- und eines Freizeitautos. Entsprechend die Motorisierung. Gewählt werden kann zwischen einem 0,9 Liter Dreizylinder-Turbobenziner (90 PS) mit Start-Stopp-Automatik, einem 1,2 Liter Turbo (120 PS) und einem Turbodiesel mit 1,5 Liter Hubraum und 90 PS. Allen ist eins gemein: Sie geben sich überaus verbrauchsarm und erreichen akzeptable Fahrwerte. Lediglich 3,6 Liter (laut Werksangabe) schluckt der Diesel auf 100 Kilometer, und mit fünf, beziehungsweise 5,4 Litern geben sich die Benziner nicht minder tankstellenfeindlich. Pluspunkte sammelt der Franzose ebenso mit seinem guten Preis: Den Captur gibt’s mit umfangreicher Basisausstattung ab 15 290 Euro.

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