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Der Blick hinter verschlossene Türen

Bad Münder. Sie beziehen Position, keine Frage. „Grundschule Bad Münder“ prangte als Schriftzug gestern dort, wo Münderaner seit Jahren das Schild der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule kennen. Etwas kleiner darunter war dann das Fragezeichen zu finden: „Unsere Schule von morgen?“, fragte der Schulelternrat, der zur ersten Besichtigung des Schulgebäudes eingeladen hatte.

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Mit dem Interesse an den Führungen durch das Gebäude an der Wallstraße, aus dem vor rund einem Jahr die KGS ausgezogen ist, waren die Organisatoren zufrieden. Rund 150 Besucher waren gekommen um sich anzusehen, worüber in Bad Münder seit Monaten intensiv und teilweise auch erbittert gestritten wird: den möglichen neuen Grundschulstandort.

Mitglieder des Schulelternrates hatten die Aula zum Informationszentrum gemacht, dort lief ein Film zur aktuellen räumlichen Situation der Grundschule und boten sich Lehrer und Elternvertreter als Gesprächspartner an. In der Aula starteten auch die Führungen in kleinen Gruppen durch das Gebäude. Die Route des rund 25-minütigen Durchgangs sollte möglichst alle Bereiche beleuchten – zunächst ging es in den Verwaltungstrakt mit Lehrerzimmer und Funktionsräumen. Viel verändert hat sich in diesem Bereich seit dem KGS-Auszug nicht, noch immer stehen Tische und Stühle wie gerade verlassen da. Weiter ging die Führung in Richtung Klassenräume, zwei oder drei wurden angeschaut. Eine Tafel an der Wand, große Fensterfronten, kein Mobiliar – wer zwei gesehen hatte, konnte sich auch ein Bild von den anderen Räumen machen. Fachklassenräume und die Lehrküche wurden besichtigt, die meisten Besucher waren überrascht über den guten Zustand der Räume. Lediglich in den Chemieräumen herrschte Chaos, eingeschlagene Schranktüren aus Glas und entleerte Feuerlöscher zeugen von Vandalismus.

Werkräume im Kellergeschoss wurden ebenso unter die Lupe genommen wie der Bereich, der nach dem Willen der Umzugsbefürworter einmal als Mensa dienen soll. Die Essensausgabe wurde zum KGS-Bezug neu gebaut, der anschließende Raum hat die Größe eines Klassenzimmers. „Wenn hier eine Wand herausgenommen wird, entsteht eine schöne große Mensa“, machte die Führerin den Besuchern deutlich.

Über den Schulhof ging es zurück zum Ausgangspunkt der Führung, der Aula. Die Flyer des „Bürgerbündnis gute Grundschulen“ lagen dort aus, viele Besucher griffen zu.

Wer mochte, fand hier auch Gesprächspartner. Schulleiter Christoph Schieb beispielsweise, der dazu einlud, Ideen zur Gestaltung einzubringen und nicht müde wurde, auf den guten Zustand der Gebäude hinzuweisen. „Es wäre eine Schande, so etwas nicht zu nutzen. Vielleicht sogar wegzureißen“, stimmte ihm Besucher Jürgen Sturm zu. Auch Andreas Seidel, Vorsitzender der Jugendmusikschule, war vor Ort. Seine Botschaft war klar: Die JMS hat ein großes Interesse daran, den Seitenflügel der Schule zu nutzen, eventuell sogar gemeinsam mit anderen Gruppen. Wieder zu nutzen, denn zum KGS-Start hatte die Musikschule bereits in dem Flügel ihr Domizil.jhr



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