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Wirtschaftsausschuss empfiehltÜbernahme der Grünflächenpflege

Der Bauhof rüstet kräftig auf

Bad Nenndorf (rwe). Der Bauhof dürfte demnächst kräftig aufrüsten. Denn die Nenndorfer Politik will ab 2009 die Pflege der öffentlichen Grünflächen in der Stadt und in der Samtgemeinde wieder in Eigenregie erledigen lassen. Dafür sind zusätzliche Maschinen und zusätzliches Personal nötig. 50 000 Euro könnte dies am Ende sparen.

Solch eine Panne wie in diesem Frühjahr dürfte der Samtgemeinde 2009 nicht wieder passieren. Ende April wucherte auf den öffentlichen Grünflächen munter das Gras, weil die Nenndorfer Verwaltung die Aufträge nicht rechtzeitig vergeben hatte. In den nächsten fünf Jahren muss sie daran nicht mehr denken, denn die Politik ist entschlossen, dass der Bauhof künftig diesen Job erledigt. Jedenfalls empfahl der Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde einstimmig, für 115 400 Euro Fahrzeuge und Geräte anzuschaffen. Damit die Verwaltung alles rechtzeitig vor der Saison bestellen kann, soll der Rat das Geld noch im Nachtragshaushalt 2008 über eine Verpflichtungsermächtigung bereitstellen. Zudem werden zum 1. Januar 2009 zwei zusätzliche Stellen für den Bauhof geschaffen, die insgesamt mit75 000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Trotz dieser Mehrkosten hofft die Samtgemeinde auf eine Ersparnis, wenn sie die Grünflächen künftig wieder selber mäht. Die jährlichen Ausgaben für den Bauhof klettern dadurch zwar um 125 000 auf 700 000 Euro, allerdings sind dort auch allgemeine Preissteigerungen und Lohnerhöhungen enthalten. Ein Vergleich auf Heller und Pfennig zwischen privater und öffentlicher Pflege liegt nach Auskunft des Hauptamtsleiters Heinrich Bremer zwar nicht vor, aber in seiner Vorlage beziffert er den zusätzlichen Aufwand für den Bauhof auf 116 300 Euro. Beim Blick in den Haushalt sei erkennbar, dass die Mehrkosten durch Minderausgaben bei der Fremdvergabe kompensiert werden, heißt es dort. Denn "nach Auftragslage" sind laut Bremer dieses Jahr von den beiden Gartenbauunternehmen, die sich um die öffentlichen Grünflächen, Spielplätze und Friedhöfe kümmern, insgesamt 163100 Euro zu erwarten. Stellt man die Ausgaben gegenüber, würde die Samtgemeinde fast 50 000 Euro pro Jahr sparen, wenn sie den Job von den eigenen Leuten machen lässt. Diese Summe überzeugte offenbar auch die Mitglieder im Wirtschaftsausschuss. Ohne große Aussprache segneten sie den Vorschlag der Verwaltung ab.




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