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Aussagen zur Erdwärme bezweifelt / Schönemann rügt Politiker-Duo

Der Alleingang hat ein Nachspiel

Heeßen (tw). Der "Alleingang" von zwei Ratsherren zum Thema Einsatz von Erdwärme beim Beheizen des neuen Eilser Kindergartens am Standort Heeßen (wir berichteten) hat jetzt im Bauausschuss der Samtgemeinde ein Nachspiel gehabt.

"Wir hätten dort zunächst sieben Löcher bohren müssen, jeweils etwa 70 bis 80 Meter tief", erinnert Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann die Politiker während ihrer jüngsten Zusammenkunft im Rathaus. Indes: Laut der Heilquellen-Schutzverordnung seien Erdarbeiten von mehr als 2,50 respektive 3,50 Meter Tiefe in der Schutzzone zwei respektive drei nicht mehr zulässig. "Deswegen", so Schönemann, "haben wir das Thema ,Erdwärme' verworfen." Deswegen, und weil das Projekt Mehrkosten von bis zu 90 000 Euro verursacht hätte. "Das indes", sagt Schönemann, "hat man uns offenbar nicht so ganz abgenommen." Besagte zwei Ratskollegen seien nämlich beim Landkreis Schaumburg vorstellig geworden - und hätten dort eine falsche Auskunft erhalten. Demnach seien besagte Bohrungen in der Schutzzone doch möglich. Jetzt hat's der Samtgemeindebürgermeister vom Landkreis indes schriftlich. Demnach liegt das Grundstück, auf dem der Kindergarten entsteht, in der Zone drei des Heilquellen-Schutzgebietes. Für Erdwärme-Bohrungen in dem nur "bedingt zulässigen Gebiet" sei daher eine hydrogeologische Stellungnahme nötig. Seitens des zuständigen Landesamtes heiße es dazu: "Weil das Projekt in der Quellspalte zu den Heilquellen realisiert werden soll, wird das Vorhaben nicht befürwortet." Eben deswegen stimme auch die Untere Wasserbehörde beim Landkreis Schaumburg nicht zu. Schönemann mit Nachdruck: "Es wäre besser gewesen, wenn die beiden Ratsherren dieses Thema offen diskutiert hätten - statt die Aussagen aus dem Rathaus und von Planer Helmut Göbel in Zweifel zu ziehen und sich hinter dem Rücken der Verwaltung an den Landkreis zu wenden." Denn das "neue" Ergebnis sei am Ende das alte und besagte Erdwärme-Bohrung eben nicht zulässig.



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