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„AIDA Night Of The Proms begeistert in der ausverkauften TUI Arena

Der AIDA-Luxusliner hält einmal mehr, was er verspricht

Ein Auftakt nach Maß – doch nicht das ausgezeichnete Orchester Il Novecento eröffnete die „AIDA Night Of The Proms“, sondern der A-cappella-Act Naturally 7 mit ihrem bis dato erfolgreichsten Song „Feel It In The Air Tonight“ – einer Vocal-Version des 1981er Phil-Collins-Hits. Mit „Another One Bites The Dust“ erweckt „Die Band ohne Band“ Erinnerungen an Queen-Frontmann Freddie Mercury, erhält später den musikalischen Ritterschlag, als sie zusammen mit John Miles den Proms-Klassiker „Music“ performen darf.

Meist sitzen blonde Prinzessinnen hinter diesem erhabenen Instrument – an diesem Abend ist es der junge Holländer Remy van Kesteren, der seine flinken Finger über die Harfensaiten huschen lässt – Robert Miles „Children“, „Somebody That I Used To Know“ von Goyte – was für ein Klanggenuss auf einem Instrument, das diesmal im Mittelpunkt der Tour steht.

„Germany 12 Points“ – Jupiter Jones mit ihrem Frontmann Nicholas Müller vertreten die deutschen Fahnen. Toller Auftritt der aus der Eifel stammenden Band, bei der fast andächtige Stille in der Arena herrscht, als sie ihren bekanntesten Hit „Still“ präsentieren. Nach Stanfour im letzten Jahr, ist es das zweite Mal innerhalb kürzester Zeit, dass deutsche aufstrebende Gruppen die Chance erhalten, mit den ganz Großen des Showgeschäfts zu performen.

Der Kreuzfahrt-Dampfer läuft auf Hochtouren, als das blonde Energiebündel Anstacia die Bühne betritt – ganz großes Kino, was das Publikum jetzt zu sehen und hören bekommt. Kusshändchen für die Fans, eine Hommage an das ausgezeichnete Orchester, Drückerchen für den Moderator Uwe Bahn, der die 44-Jährige zu Beginn der Show auf Rosenblätter bettet – that’s Entertainment. Immer wieder animiert die US-Amerikanerin das Publikum zum Mitklatschen und Mittanzen – letzteres wird umgehend in die Tat umgesetzt. „Left Outside Alone“, „Best Of You“ und ihr Überhit „I’m Outta Love“ – es brodelt gewaltig in der TUI Arena.

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Die „Band ohne Band“ Naturally 7 begeisterte als eigenständiges „Orchester“.

John Miles spielt ein Stück, das er damals für seine Tochter Tanya geschrieben und nie öffentlich intoniert hat. Jetzt hat seine Tochter selbst Kinder – eines leidet unter dem Katzenschrei-Syndrom, einer genetisch bedingten Krankheit. Miles singt „Angel“ für seinen Enkel, damit die Tantiemen aus diesem Song die Erforschung der Krankheit finanzieren.

Dauergast bei den Proms: Percussionist Patrick de Smet, der bis dato bei allen Events dabei war und mit seinen Instrumenten für den Spaßfaktor der Shows verantwortlich ist. Für die aktuelle Tour hat er sich einen Kastagnettenbaum gebaut, den er mit einem Augenzwinkern ebenso filigran wie furios bearbeitet.

Die Messlatte liegt hoch für Mick Hucknall, dem Ex-Simply-Red-Frontmann, der mit schwarzem Anzug, weißem Hemd und Sonnenbrille die Show noch einmal richtig aufmotzt. Doch nur allein mit lässigem Outfit die Massen zu begeistern – ein „No-Go“ bei einem Proms-Event, das eigentlich nur von den handverlesenen Künstlern und deren Hits lebt. Doch davon hat der rotgelockte Hucknall mehr als genug mitgebracht – „Holding Back The Years“, „If You Don’t Know Me By Now“, „Something Got Me Started“ – Woh, was für ein krönender Abschluss. Noch nicht ganz – das obligatorische „Hey Jude“ darf natürlich auch an diesem vorweihnachtlichen Abend nicht fehlen.

Die „Neverending Story“ geht weiter – am 18. Dezember 2013 geht die „AIDA Night Of The Proms“ erneut auf große Kreuzfahrt. Karten gibt’s demnächst im NDZ-Ticketshop.




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