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Familieärgert sich über Kabel Deutschland

"Den Vertrag einfach untergejubelt"

Bückeburg (fox). "Mama, hier steht ein Mann neben mir und möchte den Kabelanschluss abklemmen", hat Jenny Stein (alle Namen von der Redaktion geändert) ihrer Mutter erzählt. Gegen 13.30 Uhr hatte der Medienberater von Kabel Deutschland an der Haustür geklingelt und sich Zutritt verschafft, um den Anschluss zu prüfen. Die 14-Jährige: "Das ging so schnell, da habe ich gar nicht drüber nachgedacht und den Mann hereingelassen." Die Mutter fordert den Medienberater telefonisch auf, umgehend das Haus zu verlassen. "Der hat sich überhaupt nicht bemüßigt gefühlt, zu gehen", berichtet die Bückeburgerin. Sie vereinbart einen Termin am späten Abenddes gleichen Tages. Laut Jenny hat sich der Mann nicht ausweisen können. Dies habe auch die Nachbarin bestätigt, die als Nächste von ihm aufgesucht wurde. Als "total dreist" umschreibt die 14-Jährige das Verhalten des Mannes, der bereits eine Dreiviertelstunde vor Termin am Abend "durch den Vorgarten geschlichen" sei. Es wird ein neuer Termin vereinbart - für zwei Tage später.

"Ich verstehe das nicht, zahle seit Jahren pünktlich meine Anschlussgebühren", sagt Stein. Auch den Umzug aus Heeßen habe sie dem Unternehmen schriftlich mitgeteilt. "Kabel Deutschland hat weiterhin 16,90 Euro von meinem Konto für den analogen Anschluss abgebucht. Ich nahm an, es sei alles in Ordnung", meint die Bückeburgerin. Bei dem Treffen mit dem Berater, das vereinbart wurde, um die Adressänderung zu vollziehen, kommt es zum Vertragsabschluss für einen digitalen Anschluss, den die Familie ausdrücklich nicht haben wollte. Zudem werden 49,50 Euro Bereitstellungsentgelt fällig. "Der hat uns den Vertrag einfach untergejubelt - eine Frechheit. Wir wollten den vorhandenen analogen Anschluss nutzen." Wenige Tage später trifft der zugehörige Receiver ein, der eine neue "Überraschung" für die Familie bietet. Mit diesem Gerät lassen sich nicht nur die Programme des vorhandenen analogen Anschlusses empfangen, sondern auch eine Vielzahl weiterer Fernseh- und Radiosender. Doch letzteres Angebot gilt zunächstzwei Monate auf Probe. Wird nicht vier Wochen vor Ablauf gekündigt, verlängert sich dieses Abonnement automatisch um zehn Monate - für monatlich 12,90 Euro. Kabel Deutschland bedauert den Vorfall und hat Familie Stein inzwischen die Bereitstellungsgebühr erstattet. Für das Verhalten des Medienberaters entschuldigt sich das Unternehmen ausdrücklich in einer Mitteilung an unsere Zeitung. Das geschilderte Verhalten dieses Beraters dulde Kabel Deutschland "ausdrücklich nicht".




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