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Trotz Gewaltmarsch im tiefen Schnee entkommen Tankstellen-Einbrecher den verfolgenden Beamten

Den Tätern auf der Spur – 15 Kilometer zu Fuß

Eimbeckhausen (jhr). Nächtliche Spuren-Jagd im Schnee: Über tief verschneite Felder und Wege folgten mündersche Polizisten zu Fuß zwei Einbrechern, die um 1.30 Uhr die Tür zum Verkaufsraum der TAS-Tankstelle in Eimbeckhausen aufgebrochen hatten. Fast 15 Kilometer weit führte die kräftezehrende Verfolgung – dann wurden die Fußspuren von den Reifenspuren des Fluchtfahrzeuges abgelöst, mit dem die Täter unerkannt entkommen konnten.

Die TAS-Tankstelle: Hier startete die Verfolgungsjagd. Foto: jhr

Die Jagd begann, als der Einbruch in die Tankstelle der Regionalleitstelle Weserbergland gemeldet wurde. Einsatzfahrzeuge machten sich auf den Weg nach Eimbeckhausen – dort stellten die Beamten fest, dass es die Einbrecher wie bereits beim Einbruch am Donnerstag vergangener Woche auf Zigaretten abgesehen hatten. War die Beute beim letzten Einbruch jedoch in der Nähe aufgefunden worden, fehlte sie diesmal. Allerdings hatten die Polizisten schnell eine erste Spur von den Tätern: Sie zeichnete sich deutlich im frisch gefallenen Schnee ab, zwei Personen hatten sich zu Fuß auf die Flucht gemacht.

Die Leitstelle löste eine Fahndung aus, an der er sich auch Polizisten aus Nordrhein-Westfalen beteiligten. „Während sich mehrere Streifenwagen auf der Bundesstraße 442 und den Ortsstraßen auf die Suche nach den Tätern machten, folgten andere Polizisten den Spuren im Schnee“, schildert Polizei-Sprecher Heinz-G. Mikus den Einsatz.

Die Fluchtroute in der Dunkelheit führte zunächst in die Feldmark Richtung Rohrsen, dann weiter nach Messenkamp. Durch teilweise kniehohen, eisverkrusteten Schnee kämpften sich Täter und Verfolger über die Felder an Lauenau vorbei in Richtung Feggendorf. Die letzten Spuren führten dann nach Lübbersen in der Nähe der Autobahn. „Fahrzeugspuren deuten darauf hin, dass die beiden flüchtenden Täter dort von einem Komplizen abgeholt wurden“, sagt Mikus – der Vorsprung der Täter von rund 15 Minuten bei Beginn der Verfolgungsjagd habe offensichtlich ausgereicht, nicht mehr eingeholt zu werden. Die Fahndung wurde nach über vier Stunden ergebnislos abgebrochen.

Auf der Flucht haben die Täter auch Zigarettenstangen verloren. „Daher steht noch nicht fest, wie groß die Beute und der Gesamtschaden in diesem Fall sind“, erklärt Mikus. Die Polizei bittet Zeugen, die die flüchtigen Täter oder ein verdächtiges Fahrzeug im Bereich der Reitanlage Gut Lübbersen gesehen haben, sich bei der Polizei in Hameln unter 05151/933-222 oder dem Polizeikommissariat Bad Münder ( 05042/93310 ) zu melden.



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