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Opel wertet den Insignia mächtig auf

Den reizenden Geizkragen frisch gemacht

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Autor:

Henner-E. Kerl

Man mag es kaum glauben: Opel in der Krise und dann solche Autos? Der neue Insignia nämlich ist alles andere als Ausdruck vermeintlicher Existenzprobleme, er kommt vielmehr mit dem Selbstbewusstsein eines Stars daher. Zu recht. Er hat weiter an Format gefunden und kann den Mitbewerbern aus Wolfsburg, München, Stuttgart oder Ingolstadt mit breiter Brust entgegentreten. Die Rüsselsheimer haben den Vectra-Nachfolger aufgepeppt und ihm nicht nur neue Motoren und Extras, wie das Infotainmentsystem geschenkt, sondern auch die Modellreihe mit Limousine und Sportstourer (Kombi) um den geländetauglichen Country-Tourer erweitert.

Die Veränderungen sind recht bescheiden ausgefallen. Doch die Modifikationen an der Front- und der Heckpartie sowie bei den Modellen mit Stufen- und Fließheck und der Spoiler auf der Kofferraumklappe haben dem Rüsselsheimer gut getan – er wirkt nun noch eleganter und zugleich kräftiger. Umso markanter sind die Veränderungen im Innenraum und unter der Motorhaube. Völlig neu gestaltet und reif für einen Designpreis präsentiert sich das Armaturenbrett mit dem acht Zoll großen Farb-Touch-Screen als Mittelpunkt. Per Fingertipp, Tastendruck am Lenkrad, Sprachsteuerung oder über das revolutionäre Touchpad in der Mittelkonsole lassen sich Navigationssystem, Klimaanlage, Telefon und Radio bedienen. Dazu passt das ebenfalls neu gestaltete teilweise digitalisierte Zentralinstrument mit den Funktionen eines Bordcomputers, Es zeigt Geschwindigkeit, Drehzahl, Tankinhalt, Verbrauch und Reichweite und gibt auch Details zur Navigation an.

Der Fortschritt hört beim Insignia aber keineswegs am Cockpit auf: Der Mittelklässler präsentiert sich auch in puncto Fahrsicherheit ganz auf der Höhe der Zeit. So gibt es ihn mit etlichen Assistenzsystemen – mit dem Kollisionswarner beispielsweise, dem Spurwechsel-Assistenten und dem adaptiven Geschwindigkeitsregler, der stets einen vorher definierten Sicherheitsabstand einhält und im Ernstfall bis zum Stillstand abbremst. Opels Flaggschiff bereitet Fahrfreude. Sein Preis (ab 24 130 Euro) ist attraktiv, im Innenraum fühlt man sich wohl, fünf Insassen haben ausreichend Platz, und der Kofferraum ist mit einem Ladevolumen von, je nach Modell, bis 1530 Litern bestens bemessen. Dass er auch noch ein Geizkragen an der Zapfsäule ist, rundet den positiven Eindruck ab. Ein neuer Zwei-Liter-Diesel, der nur 3,77 Liter auf 100 Kilometer schluckt und damit Klassenbester ist, rundet das umfangreiche Motorenprogramm ab. Es reicht vom 1,4-Liter-Einstiegsbenziner (140 PS) bis zur 325 PS starken OPC-Version. Neu in der Palette sind bei den Benzinern die beiden Turbo-Direkteinspritzer: der Zwei-Liter mit 250 PS und 400 Newtonmetern maximalem Drehmoment sowie der 1.6er Motor mit 170 PS und 260 Newtonmetern.

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Zentrales Element im Armaturenbrett ist beim gelifteten Modell der acht Zoll große Farb-Touch-Screen.

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