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Im Barocksaal des Schlosses gibt es künstlerisch-didaktische Unikate bis zum 22. Mai dieses Jahres zu sehen

Den Koffern aus Corvey sollte man keinen Korb geben

Höxter / Corvey. Was mag wohl in diesen 50 Koffern sein? Wer Schloss Corvey besucht, wird es wissen. Dort werden Museumskoffer zu regional und überregional bedeutenden Kulturorten ausgestellt, zu sehen bis zum 22. Mai dieses Jahres.

„Museumskoffer – Corvey und das Welterbe der UNESCO“ lautet der Titel, unter dem die Ausstellung von Schülerinnen und Schülern des Faches Kunst der Universität Paderborn im Barock-Saal des Schlosses bei Höxter präsentiert werden. Die Ausstellungsstücke sind künstlerisch-didaktische Unikate, die von Studierenden im Rahmen eines von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender ins Leben gerufenen Lehr- und Forschungsprojektes zur Welterbebildung zu verschiedenen bedeutenden regionalen, nationalen und globalen Kulturorten und UNESCO-Welterbestätten angefertigt wurden. Initiiert wurde die Ausstellungskooperation durch die Museumsleiterin und Geschäftsführerin des Kulturkreises Höxter-Corvey, Dr. Claudia Konrad, die sich sehr für die Bildungsarbeit vor Ort einsetzt.

Thematisch steht bei der Kofferauswahl die ehemalige Benediktinerabtei und barocke Schlossanlage von Corvey und ihre Vermittlung im Mittelpunkt. Das Spektrum der dazu angefertigten Koffer reicht vom dortigen Leben und Wirken des Schriftstellers Hofmann von Fallersleben über die Verehrung des Heiligen Vitus und dem mittelalterlichen Klosterleben bis hin zu einem Koffer zum Corveyer Scriptorium und dem weltberühmten Fürstenberger Porzellan.

Darüber hinaus sind in der Ausstellung auch zahlreiche nationale und internationale Kultur- und Naturerbestätten vertreten, die zur Öffnung von Fragestellungen und Informationen zum UNESCO-Welterbe beitragen sollen. Ihr Ziel ist es, über das Medium des Museumskoffers als transportablem „Museum im Kleinen“ Welterbestätten mit allen Sinnen erlebbar zu machen und einen Beitrag zur Generationen übergreifenden Sensibilisierung für kulturelles Erbe zu leisten.

Nachdem das Paderborner Museumskofferprojekt im vergangenen Jahr mit Ausstellungen im UNESCO-Hauptgebäude in Paris sowie im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 in Essen internationale Anerkennung gefunden hat, freut sich dessen Begründerin, Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender, dass die Koffer nun wieder in der Region gezeigt werden können, wo das Projekt im Jahr 2002 seinen Anfang nahm.

Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.




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