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Den Deister per App entdecken

BAD MÜNDER. Per App in die Geschichte eintauchen: Klickt man auf das kleine schwarze Dreieck auf der virtuellen Deisterkarte, das mit „Bröhn“ beschriftet ist, dann öffnet sich ein Fenster mit Foto und der Nutzer erfährt, dass an diesem Platz oberhalb von Wennigsen 1637 das erste Mal Kohle im Deister gefördert wurde.

Die App DeisterX liefert Infos zu historisch bedeutsamen Stätten des Höhenzuges. Foto: huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Der Start der Kohleförderung ist eine von zahlreichen Informationen, mit denen zwei neue Apps kulturhistorisch interessierten Besuchern die Besonderheiten des heimatlichen Höhenzuges erschließen. „Eigentlich wollten wir nur eine App über den historischen Bergbau am Deister entwickeln lassen“, erklärt Jürgen Marsky vom Kultur- und Heimatverein Bredenbeck. Herausgekommen sind jedoch mit „DeisterGo“ und „DeisterX“ zwei voneinander unabhängige, den gesamten historischen und touristischen Bereich abdeckende Apps. „Die Aufgabe für die Studierenden des Fachbereiches Software Engineering an der Leibniz-Universität Hannover war es, im Rahmen eines Semesterprojektes ein echtes, nützliches und zum realen Einsatz brauchbares Softwareprodukt zu erstellen.“ Die Softwareprodukte wurden in zwei unabhängigen Teams von jeweils acht bis zehn Studierenden im Rahmen ihres Bachelor-Examens realisiert.

Deren besonderer Vorteil: Da im Deister die Netzabdeckung mangelhaft oder gar nicht vorhanden ist, reicht zum Gebrauch der beiden Deister-Apps lediglich das GPS-Signal aus. Marsky: „Neben den Punkten, die zum Thema des historischen Bergbaus gehören, haben wir auch andere Anlaufpunkte eingearbeitet sowie Bus- und Bahnhaltestellen, gastronomische Betriebe oder kulturhistorisch Interessantes.“

Neben einer Vielzahl von auswählbaren Punkten, zu denen es jeweils weiterführende Informationen gibt, können durch die Verbindung einzelner Wegmarken auch ganze Wandertouren zusammengestellt werden. „Wenn Sie dann den Weg entlanggehen, sehen Sie auf der App alles das, was Interessantes am Wegesrand liegt. Die Touren sind sowohl als Rundwanderwege als auch als Einzelwanderungen konzipiert“, sagt Marsky.

Anhand historischer Fotos, geologischer Schnitte und aktueller Informationen erhält der Wanderer so eine Vielzahl von Detailwissen über den Deister. „Allerdings ist nicht alles enthalten, denn nicht zugängliche Bereiche wie das Flora-Fauna-Habitat und andere geschützte Zonen sind bewusst ausgeklammert“, stellt Marsky klar.

Mit den beiden neuen Deister-Apps sei „die beste derzeit erhältliche App zu diesem Gebiet“ entstanden. Die Ersteller hoffen jetzt auf eine weite Verbreitung, und das nicht nur in den Deister-Kommunen. Marsky: „Beide Apps werden ständig ergänzt, aktualisiert und erweitert.“„DeisterGo“ und „DeisterX“ können kostenlos geladen werden – beispielsweise unter Google Play.



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