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Jagdhunde müssen Können zeigen / Labrador lässt sich von Muffelwidder nicht beirren

Dem Schweiß mit Schnüffelnase auf der Spur

Wendthagen (mw). "Jagd ohne Hund ist Schund" lautet eine unter Jägern bekannte Redewendung. Diese soll - frei übersetzt - zum Ausdruck bringen, dass die Jagdausübung erst im perfekten Zusammenspiel zwischen Waidmann und Jagdhund vollkommen ist. Bevor der vierbeinige Jagdgefährte jedoch im Revier an die Arbeit gehen darf, muss er sein Können unter den Augenfachkundiger Prüfungsrichter unter Beweis stellen. Zwölf Jagdhunde haben am Sonnabend an der "Brauchbarkeitsprüfung 2007" der Jägerschaft Schaumburg teilgenommen.

Dieter Höfig (v.l.) bläst "Rehwild tot", während Arnhild Reineck

In verschiedenen Disziplinen waren die Jagdhunde - ein Labrador, zwei Deutsch-Langhaar, fünf Deutsch-Drahthaar, ein Deutsch-Kurzhaar und drei Kleine Münsterländer - angetreten: Neben einfacheren "Prüfungsfächern" wie etwa der Leinenführigkeit und dem allgemeinen Gehorsam standen auch komplexere Aufgabenstellungen auf der Tagesordnung. Bewertet wurden die von den in Sechsergruppen eingeteilten Vierbeinern erbrachten Leistungen von Richterobmann Herbert Langhanki sowie dessen Mitrichtern Klaus Kork und Wolfram Mackensen beziehungsweise Richterobmann Axel Pollmann sowie den Mitrichtern Karl Engelking und Marlen Meier. Die Prüfungsleitung oblag Dieter Höfig, dem Hundeobmann der Jägerschaft Schaumburg. Der schwierigste Teil der Brauchbarkeitsprüfung war sicherlich die Schweißarbeit, bei welcher die Hunde ein totes Stück Wild anhand einer am Vortag aus einem viertel Liter Blut getropften rund 400 Meter langen Spur auffinden mussten - jeder Prüfling auf einer separaten Strecke. Erschwerend bei zumindest einem Hund: Während er die von Jägern als "Schweißspur" bezeichnete Blutspur nacharbeitete, kreuzte ein Stück voraus ein Muffelwidder. Der Labrador ließ sich davon jedoch nicht beirren und fand das am Zielpunkt abgelegte Wildtier. Weitere Aufgabenstellungen waren unter anderem eine Haarwildschleppe (ein totes Kaninchen wurde zuvor an einer Schnur durch den Wald gezogen) sowie - jeweils im Feldrevier - eine Federwildschleppe und die Freiverlorensuche einer toten Ente, bei welcher die Hunde die Ente ohne eine gezogene Spur finden mussten. Das Bringen der "Jagdbeute" war ebenfalls ein Prüfungskriterium. Mit den Prüfungsergebnissen zeigte sich Höfig sehr zufrieden. Elf jagdlich aktiven Hundehaltern konnte er nach dem mehrstündigen Prüfungstag die ersehnte "Brauchbarkeitsbescheinigung" hinsichtlich ihrer Jagdhunde aushändigen. Nur ein Hund erfüllte die Voraussetzungen nicht.



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