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Kritik der Veranstalter an Stadt und Wirtschaftsförderung / „Virus der Zerredung in Bad Münder“

„DeisterTech“: Wenig Besucher – gute Umsätze

Bad Münder (oe/st). Nach dem Wolkenbruch zu Beginn der „DeisterTech“ am Freitag entfaltete die Frühlingssonne an den folgenden beiden Tagen ihre ganze Kraft und bescherte den Ausstellern auf dem Freigelände der Rahlmühle bestes Messe-Wetter. Das allein reichte aber nicht aus, um Besuchermassen zur ersten Branchenmesse rund um die Themen Haus und Energie anzulocken.

Petra Witte, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung (v.l.), und

Zur Eröffnung kamen überwiegend geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft. Der Referatsleiter für Wirtschaftsförderung des Landkreises Hameln-Pyrmont, Andreas Manz, eröffnete die Messe und machte den Verantwortlichen Mut. Durch überregionales Denken und Handeln sollen sie der wirtschaftlichen Krise begegnen. Zuvor hatte der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Siegmund aufgefordert, sich nicht nur mit den Problemen der Vergangenheit zu beschäftigen, sondern nach vorn zu blicken. Auch er plädierte für mehr Gemeinsamkeit beim Handeln in der Stadt.

„Behandelt wie ein Wanderzirkus“

Mitorganisator Rainer Haubold sprach bei der Begrüßung auch kritische Punkte an. Die Veranstaltung sei für die Entwicklung in Bad Münder organisiert und mit viel Aufwand geplant worden. „Wir haben uns erhofft, dass sie wenigstens erwünscht ist, aber den Eindruck habe ich heute leider nicht“, so Haubold. Über die mangelnde Unterstützung der Stadt und der Wirtschaftsförderung sei er enttäuscht. „Wir haben den Virus der Zerredung in Bad Münder“, sagt Haubold zu den Negativmeinungen, die er zuvor von mehreren Stellen erfahren habe.

Auch Organisator Detlef Fuhrmann vom „Deister Projektmanagement“ schüttelte im Gespräch mit der Neuen Deister Zeitung den Kopf: „Für das Gelände mussten wir Kaution bezahlen, wie ein Wanderzirkus. Dafür haben wir es auch noch selber herrichten müssen“.

Doch von den Querelen im Hintergrund bemerkten die 45 Aussteller und die Besucher nicht viel. Denn die Umsätze sind laut der Unternehmen durchweg gut gewesen. „Es sind meist Menschen mit bestimmten Vorstellungen und oft bereits mit Vertragsvorstellungen gekommen. Das ist uns lieber als viele Besucher, die nur schauen wollen“, so Jörg Matheis von der Dachdeckerei Hannig aus Eimbeckhausen.

Mehr Besucher hätten sich die Organisatoren dennoch auch für die hochkarätigen Fachleute gewünscht, die im Zelt über die Themen Energiepass, Mauerentfeuchtung, Solar, Gas, Pellets, Finanzierung oder Schimmelpilzbefall referierten.

Am Freitagabend eröffneten die Jazz-Buddies aus Hannover das Büfett und die Vernissage der beiden heimischen Künstler Harald Naß und Mike Düe, die ihre Bilder im Foyer des „Deister Projektmanagement“ präsentierten.

Trotz der Startschwierigkeiten wollen sich Fuhrmann und Haubold nicht entmutigen lassen und denken über eine Wiederholung nach. „So etwas muss sich erst etablieren“, resümierte Fuhrmann.

Petra Witte, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung (v.l.), und Ulrich Siegmund lassen sich energiesparende Bodenbeschichtungen von Gerhard Weber (Firma Debotek) aus dem Auetal erklären.

ò„Wie kann ich dieses Dach renovieren?“ fragt Hubert Böhm (r.) aus Pattensen auf dem Stand von Jörg und Silvia Matheis von der Dachdeckerei Hannig.

Fotos: oe



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