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Deckel der Milchkanne

Rinteln (who). Mit etwas Sachkenntnis ist zu erkennen, worum es sich bei unserem glänzenden Fundstück handelt. Ein Deckel ist es und zwar einer von einer Milchkanne, wie sie in jener Zeit auf Bauernhöfen üblich gewesen sind, als die Kühe und sowie die Landwirte noch glücklich waren über angemessene Milchpreise. Aber das ist schon lange her und die Kanne, zu welcher der Deckel gehört, ist schon seit Jahrzehnten außer Betrieb. Jedenfalls was ihren ursprünglichen Zweck, den Transport zur Molkerei, angeht.

Die Vorgeschichte: Besagte Kanne und ihre Schwestern dürften im Raum Rinteln in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre ausgedient haben, nachdem die Molkereien den Milchtransport in Eigenregie übernommen hatten. Bis dahin sind die Milchkannen von Landwirten als Zuerwerb auf offenen Traktor-Anhängern zwischen Erzeuger-Höfen und der früheren Molkerei an der Bahnhofstraße, heute Standort des Rewe-Marktes, hin und her kutschiert worden.

Spätestens nach dem Konkurs der Molkerei im Jahr 1973 war sowieso das Aus für die Milchkannen alten Stils gekommen. Vor allem, weil die Milch jetzt in einer Kühlkette vom Bauernhof bis zur Molkerei gefahren werden musste.

Für die arbeitslosen Kannen wäre damit eigentlich der endgültige Ruhestand gekommen, wenn sich nicht unter anderem Nostalgiker ihrer angenommen hätten. Denn, wie im Falle jener Kanne, zu der unser Deckel gehört, mutierten viele von ihnen per „Veredelung“ durch Bemalen oder Galvanisierung im Kupferbad zu schmucken Schirm- oder Blumenständern…




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