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11 000 Fans erleben Crossover-Hochgenuss in der TUI-Arena / Rock meets Classic

David Garrett spannt den Bogen von Beethoven bis hin zu AC/DC

In den letzten Jahren mauserte sich der gebürtige Aachener zum Crossover-Piraten, spannte den Bogen von Vittorio Montis „Csardas“ zu „Kashmir“ von Led Zeppelin und schaffte den nahtlosen Übergang von Schuberts „Serenade“ bis hin zu „Smooth Criminal“ von Michael Jackson.

Im feinen Zwirn sieht man Garrett eher selten – dafür liebt der 30-Jährige umso mehr die schlichte Kostümierung – nämlich Jeans, T-Shirt, Boots und als Kopfbedeckung meist ein kleines Hütchen.

Auch in Hannover blieb David Bongartz, so heißt David Garrett mit bürgerlichem Namen, seinem heiß geliebten Bühnen-Outfit treu, nahm in der restlos ausverkauften TUI-Arena den Vordereingang und bahnte sich geigend unter lautem Beifall den Weg durchs Publikums zur Bühne.

„Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana hieß sein Opener, der gleich zu Beginn der Show die grobe musikalische Marschrichtung vorgab. An diesem Abend ließ der Crossover-Star den Rock aus seiner fast dreihundert Jahre alten Stradivari fließen – unterstützt vom ausgezeichneten Orchester der Neuen Philharmonie Frankfurt und seiner Rockband.

Im Laufe des Abends präsentierte sich der Stargeiger immer wieder als überaus charmanter Plauderer, erzählte unter lautem Gelächter des Publikums Anekdoten aus seinem Tour-Alltag. Dass er die eine oder andere Geschichte bereits im letzten Jahr erzählt hat, fiel jedoch nur den Garrett-Doppel-Konzert-Besuchern auf.

Garrett schmust mit dem Publikum, marschiert durch die Reihen, setzt sich geigend neben eine Frau und verursacht ein Handy-Gewitter par excellence. Zwischendurch immer fein dosierte Klassik-Häppchen, angereichert mit einer ordentlichen Prise Rock – eben „Rock Symphonies“.

Als Schattensilhouette erscheint Michael Jackson am Bühnenhintergrund – die Songs „Bad“ und „Billie Jean“ holen insbesondere die Teenies von den Sitzen – „Walk This Way“ von Aerosmith gibt’s als Zugabe.

Garrett weiß, worauf speziell junge Menschen reagieren. Natürlich ist er auch mit der Tradition der klassischen Musik groß geworden, doch es macht ihm auch Spaß, die Möglichkeiten auszureizen und nicht nur klassisch zu spielen.

Das Publikum im Wechselbad der Gefühle – träumend beim „Fluch der Karibik“, rockend bei AC/DCs „Whole Lotta Rosie“, tanzend bei „Rocking All Over The World“ von Quo – David, der Mann für alle musikalischen Fälle.

Zum Schluss der Beatles-Klassiker „Hey Jude“ – nach fast drei Stunden hatte es sich ausgegeigt – doch David kommt schon bald wieder: Am 18. April 2012 in die TUI-Arena.




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