weather-image
23°

Das Ziel für Eimbeckhausen ist eine gute Infrastruktur

EIMBECKHAUSEN. 16 Ortsteile, neun Ortsbürgermeister – und ganz unterschiedliche Rückblicke auf das Jahr und Erwartungen für 2019. NDZ-Mitarbeiter Horst Voigtmann hat mit Bernd Schöbel, Ortsbürgermeister von Eimbeckhausen, über seine Zufriedenheit mit der Entwicklung der Ortschaft gesprochen.

Für fast jedes Gefühl oder Thema gibt es heutzutage ein Emoji. Auch für die Stimmung eines Ortsbürgermeisters? In Eimbeckhausen zeigt Bernd Schöbel: Es war ein ruhiges Jahr. Foto: Voigtmann

Autor

Horst Voigtmann Reporter

„Es war ein ruhiges Jahr. Ein paar Straßen haben neue Asphaltdecken bekommen, große Sachen sind gar nicht gelaufen“, sagt Bernd Schöbel (SPD), Ortsbürgermeister von Eimbeckhausen, mit Blick auf das Jahr 2018. Für 2019 hat er sich vorgenommen, vor allem die Infrastruktur im Ort zu halten und zu verbessern.

Gut sei für Eimbeckhausen, dass einige Geschäftsleute Grundstücke erworben haben, weil sie expandieren wollen, erzählt Schöbel. Auch bei der ehemaligen Gaststätte „Zur Linde“, die schon jahrelang leer stehe, tue sich etwas. Der Käufer wolle – nach der Renovierung des Gebäudes und der Gestaltung des dazugehörenden Gartens – Betreutes Wohnen für neun oder zehn Senioren anbieten. Damit werde die neue Einrichtung wohl in diesem Jahr starten.

Jeden zweiten Mittwoch lädt der Ortsrat zum Bürgerstammtisch ins griechische Lokal „Metaxa“ ein. „Da kann jeder aus dem Dorf kommen“, sagt Schöbel. Manchmal sei ein Thema vorgegeben. So habe die Polizei über Einbrüche berichtet oder es hätten sich neue Geschäftsleute vorgestellt – so zum Beispiel Markus Schmidt, der in der ehemaligen Volksbank Verpackungen herstellt. Aber natürlich könnten auch Bürger Themen vorgeschlagen. „Zwischen 15 und 30 Bürger kommen zu diesen Gesprächsrunden“, berichtet der Ortsbürgermeister. Besonderes Interesse habe es bei dem Thema „schnelles Internet“ gegeben. Schöbel ist es wichtig, dass auf diese Weise die „kleine“ Politik den Kontakt zum Bürger hält.

Aber auch die Geschäftsleute möchte er künftig besser einbinden. Vielleicht könne man sie einladen zu einem Forum, damit so mehr Kontakt zueinander entsteht, meint Schöbel. „Das Ziel ist es, die gute Infrastruktur zu erhalten.“

Er bedauert, dass der Blumenladen in Eimbeckhausen zugemacht habe. „Man hat zu mir gesagt: ‚Du hättest dich als Bürgermeister um den Blumenladen kümmern müssen.‘ Ich habe es daraufhin mit Ironie versucht: ‚Ihr habt einfach zu viel dort gekauft, die Blumenhändlerin war so reich, die hatte einfach keine Lust mehr, zu arbeiten.‘“ Schöbel weist aber auch darauf hin, dass es gut wäre, wenn die Bürger bei der Suche nach Handwerkern oder Einkäufen zunächst schauen würden, ob jemand im Dorf ihre Wünsche erfüllen könne.

Für das kommende Jahr wünscht sich Schöbel zudem weitere Sanierungen von Straßen, zum Beispiel für die Waltershäger Straße. „Vielleicht können wir im kommenden Jahr auch mit dem Straßenverkehrsamt in Hameln eine Vereinbarung erreichen, dass die Traktoren zum Raiffeisen-Landbund in Lauenau auch die Bundesstraße 442 durchgängig benutzen dürfen und nicht mehr durch die Ortsdurchfahrt Eimbeckhausen fahren müssen“, hofft er. „Ich weiß, dass nicht nur wir ein Interesse an einer Lösung haben, sondern auch die Ortschaften, die dadurch besonders betroffen sind.“

Noch muss sich Bernd Schöbel den Einsatz seiner Arbeitskraft für den Ort übrigens gut einteilen, denn er ist berufstätig und arbeitet im Schichtdienst. Auf die Frage, wie viel Zeit er für die Tätigkeit als Ortsbürgermeister einsetze, schätzt er: etwa pro Tag eine Stunde.

Die Geburtstagsbesuche gefallen ihm dabei besonders gut. Besucht wird, wer 80 wird, zehn Jahre später zum 90. Geburtstag und dann jedes Jahr.

Das sagt die Opposition: „Vieles läuft sehr gut, insbesondere im Vereinsleben“, kann Ortsratsmitglied Michael Grote von der CDU berichten. Die ehrenamtliche Arbeit sei „eine wichtige Stütze“. Eine große Enttäuschung im vergangenen Jahr sei gewesen, dass Eimbeckhausen nicht in den Breitbandausbau des Landkreises aufgenommen wurde. Ein Highlight in diesem Jahr sei das große Dorfgemeinschaftsfest, das im Sommer anstehe, so Grote.jli



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt