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Das wird den Anliegern gar nicht gefallen

Vehlen (sig). Meistens tagt der Ortsrat ohne Zuhörer. Das wird sich in der nächsten Zeit ändern, denn mit dem Bau der Schaumburg-Klinik und mit der Dorferneuerung stehen in Vehlen zwei richtungweisende Großprojekte zeitgleich an. Einen Vorgeschmack bekam das Ratsgremium bei seiner gut besuchten Zusammenkunft am Donnerstagabend im Schulungsraum der Ortswehr.

Ernst Völkening, der Sprecher der Arbeitsgruppe, die für die Dorferneuerung gebildet wurde, wies gleich zu Beginn seines Sachstandberichts daraufhin, dass es viele Schnittstellen zwischen den beiden Vorhaben gibt. In diesen Fällen müsse geklärt werden, wer für was zuständig ist und wie die Finanzierung gehandhabt wird.

Horst Sassenberg (CDU) warnte zumindest in Sachen Dorferneuerung vor zu großen Erwartungen. Er dachte dabei an die eingeengten finanziellen Möglichkeiten der Bergstadt, die sich ja an den Kosten beteiligen müsste. Er sei sich jedenfalls sicher, dass längst nicht alles, was angedacht wird, am Ende auch realisiert werden kann.

Ziemlich sicher war sich Sassenberg, dass die geplante Anbindung der Maschstraße an die Bundesstraße 65 bei den davon betroffenen Anliegern kein Wohlgefallen auslösen werde. Ein Fragezeichen setzte er auch hinter die Absicht, mit nur einer Verkehrsanbindung für das Klinikum auszukommen. Die Option mit dem derzeit ausschließlich für landwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassenen Weg „Auf dem Stapel“ sei noch nicht vom Tisch.

Die Bäckerstraße käme dafür aber auf keinen Fall in Frage, ergänzte Ortsbürgermeister Werner Harder.

Ratsmitglied Heiko Mevert räumte ein, dass ihm einige Ideen bei der Dorferneuerung schon visionär erscheinen, aber er fände es dennoch gut, wenn sie Bestandteil eines Gesamtkonzeptes würden. Die Ahnser Straße könne den zu erwartenden zusätzlichen Verkehr im Einmündungsbereich in jedem Fall nicht aufnehmen.

Bürgermeister Oliver Schäfer informierte den Ortsrat und die anwesenden Einwohner davon, dass der Investor „ProDIAKO“ zumindest schon mal Einigung mit den Besitzern der benötigten Grundstücksflächen erzielt habe.

Die Rechte an den vier am besten bewerteten Entwürfen des Wettbewerbes seien aufgekauft worden. Das Siegermodell besitze jedoch absolute Priorität. Es habe den geringsten Flächenbedarf und entspreche auch hinsichtlich der Arbeitsabläufe (zum Beispiel keine langen Flure und keine unnötigen Querungen) den Erkenntnissen moderner Krankenhausforschung.

Schäfer weiter: „Bis zum Sommer soll geklärt werden, wie es mit der Umsetzung des Projektes weitergeht. Der erste Spatenstich soll im Herbst des kommenden Jahres erfolgen. Es wäre gerenell schön, wenn die Klinik 2014 in Betrieb genommen werden könnte.“

Der Bürgermeister bezog auch zu den angekündigten Verkehrszählungen Stellung. Sobald die Ergebnisse vorliegen, würden der Ortsrat und der Arbeitskreis darüber informiert. Wegen des langen Winters habe sich alles verzögert. Das gelte auch für die Untersuchungen von Fauna und Flora im Einzugsbereich .

Aus der Zuhörerrunde äußerte Wilhelm Struckmann große Bedenken gegen eines möglichen Anschluss der Klinik an die vorhandene Kanalisation. Sie laufe über mehrere Privatgrundstücke und sei jetzt schon an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit.

Oliver Schäfer versicherte, dass eine Spezialfirma an den notwendigen Lösungen arbeite.




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