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Vor Gericht: Arbeitsloser zu 780 Euro Geldstrafe verurteilt

Das Tankstellen-Video entlarvt zwei Rintelner Wodka-Diebe

Rinteln/Bückeburg (maf). Der Diebstahl von zwei Wodka-Flaschen im Gesamtwert von 20 Euro kommt einem 29-jährigen Rintelner teuer zu stehen: In einem Berufungsverfahren verurteilte das Landgericht Bückeburg den Arbeitslosen nun zu einer Geldstrafe in Höhe von 780 Euro.

Gleichzeitig bestätigte die Kammer unter Vorsitz von Richter Friedrich von Oertzen mit ihrer Entscheidung das erstinstanzliche Urteil des Rintelner Amtsgerichts. Im März vorigen Jahres hatte der Angeklagte gleich zwei Mal binnen zehn Stunden eine Flasche Wodka an derselben Tankstelle geklaut. An einem Sonntagmorgen war der 29-Jährige gemeinsam mit einem gleichaltrigen Bekannten in Rinteln unterwegs. Gegen 8 Uhr betraten die angetrunkenen Männer eine Tankstelle, hielten sich längere Zeit am Spirituosenregal auf und flirteten dann mit der Verkäuferin. Anschließend kauften sie an der Kasse eine Kleinigkeit und verließen den Laden. Kurz darauf bemerkte die Verkäuferin, dass in dem Regal eine Wodka-Flasche fehlte. Etwa zehn Stunden später saßen die beiden Männer in einem Taxi, das sie nach Almena bringen sollte. An der Tankstelle legte das Taxi einen Zwischenstopp ein, weil sich die Fahrgäste mit Getränken versorgen wollten. Erneut gingen die beiden Diebe in den Laden, nahmen eine Flasche Wodka aus dem Regal und bezahlten an der Kasse lediglich jeweils eine Dose Bier. Als sie hinausgehen wollten, wurden sie vom aufmerksamen Tankstellenpächter angesprochen und zur Herausgabe der Flasche aufgefordert. Der Angeklagte weigerte sich, sein betrunkener Bekannter - er ist bereits im letzten Jahr rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt worden - legte die Flasche an einem Baum ab. Beim Abspielen des Videobandes zeigte sich eindeutig, dass sich die Männer schon am Sonntagmorgen in der Tankstelle aufgehalten hatte. "Ich habe das nicht gemacht", beteuerte dagegen der Angeklagte und leugnete bis zuletzt beide Taten. Am Abend sei er zwar in der Tankstelle gewesen, habe aber nichts geklaut. Und an jenem Morgen will er um 8 Uhr noch geschlafen haben. Dafür präsentierte der 29-Jährige mehrere Alibi-Zeugen, denen das Gericht allerdings nicht glaubte. Mit ihrem Urteil folgte die Berufungskammer dem Antrag von Staatsanwalt Klaus-Jochen Schmidt.



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