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Friedliches Bienenvolk auf dem Schulhof des Gymnasiums

Das summende Schillerprojekt

HAMELN. Seit kurzem arbeiten am Schiller-Gymnasium mehrere Tausend fleißige Mitarbeiter und kümmern sich um alles, was rund um die Schule bei frühsommerlichen Temperaturen zu blühen beginnt.

Gespannt sind die Schüler auf den Honig in den Waben. FOTO: Andrea Waltemode/Pr

Eng wird es dabei trotzdem nicht auf dem Schulgelände, denn die emsigen Helfer sind in der Luft unterwegs: Über 7000 Bienen sind mit Hilfe der Bienen-AG auf dem Outdoor-Gelände der Schule eingezogen. Die Bilanz nach den ersten Tagen ihres Einsatzes: Die neuen Mitbewohner fühlen sich so wohl wie Maja, Willi und Co.

Die Bienen-AG, die seit Beginn des Schulhalbjahres besteht, kann nun ihr theoretisches Wissen auch in die Praxis umsetzen. Elf Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse begeistern sich darin für alles „rund um die Biene“ und gehen Fragen nach, die aktuell auch vermehrt medial und gesellschaftlich gestellt werden: Warum sind Bienen so wertvoll und unersetzlich? Was passiert, wenn wir keine Bienen mehr haben und welche Rolle spielt dabei der Einsatz von Pestiziden? Besonders interessant ist es nun also, die vorherige Theorie in der Realität genau beobachten zu können: Wie ist die Arbeit in einem Bienenstock aufgeteilt? Wie bauen Bienen ihr Heim? Welche verschiedenen Arbeiten fallen in einem Bienenstock an? Und wie entwickeln sich Bienen? Letzteres kann für das Volk, das am Schiller-Gymnasium beheimatet ist, sehr klar beantwortet werden: Prächtig! Die Bienen haben sich in ihrem neuen Zuhause schon stark vermehrt, nachdem ihnen Klaus Wollenweber vom Hamelner Imkerverein gemeinsam mit der Bienen-AG ihr neues Zuhause eingerichtet hat. Und die Schüler freuen sich auf ihre Aufgabe, sich um ihr Bienenvolk zu kümmern: „Jede Woche werden wir schauen, ob die Bienenkönigin da ist und ob sie Eier legt. Zudem müssen wir prüfen, ob der Platz für die Bienen im Kasten noch reicht und wie die Waben besetzt sind“, erklärt Katharina Giersdorf, die gemeinsam mit Anna-Lena Burmester die AG leitet. Beide sind Lehrerinnen für das Fach Biologie am Schiller-Gymnasium und haben nach einer eigenen Ausbildung zu Imkerinnen die AG gegründet. Zu der Frage, ob es nicht auch gefährlich sein kann, Bienen an einer Schule zu halten, konnten die beiden sehr klar darauf hinweisen, dass es sich um ein sehr friedliches Volk handele, was alles andere als stechwütig sei. Es wurden wohl über Jahrzehnte immer die friedlichsten Bienenköniginnen und ihre Völker im Imkerverein gezüchtet. Dass die Bienen friedlich sind, heiße allerdings nicht, dass sie nicht stechen können. Ärgern dürfe man sie natürlich nicht, wobei der Bienenkasten natürlich auch nicht frei zugänglich positioniert ist.

Und allem Anschein nach sind nicht nur die elf kleinen „Imker“ der AG hoch motiviert. Auch die Bienen stehen in den Startlöchern, um alles, was sie um die Schule herum in bunten Blüten finden können, weiterzuverarbeiten. Ob es am Schiller bald leckere Honigbrötchen geben wird?



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