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Förderverein gegründet / Lemme Vorsitzender

"Das Stift ist ein Ort, der uns alle angeht"

Obernkirchen (rd). "Stift Obernkirchen - ein Ort der uns alle angeht. " Mit diesen Worten begrüßte Werner Hobein die illustre Runde, die sich im ehemaligen Stiftsverwalterhaus zur Gründung eines Fördervereines zusammengefunden hatte.

Klaus-Henning Lemme

Eingeladen hatte der Initiativkreis "Förderkreis Stift Obernkirchen" - gekommen waren Vertreter aus Kultur und Wissenschaft, aus Wirtschaft und der Medienwelt, Geistliche und Politiker, Frauen und Männer, mit einer gemeinsamen Zielsetzung: dem Stift Obernkirchen Unterstützung, Förderung und Beratung anzubieten, in einer für das Kapitel und die ganze Einrichtung schwierigen Zeit des Umbruches. Mitgebracht hatten alle den Willen, ihren Sachverstand, ihre Begabungen, ihre Persönlichkeit einzubringen, um die selbstgestellte Aufgabe des Vereines umzusetzen, "die Förderung und Unterstützung des Stiftes Obernkirchen insbesondere als Kulturträger", mit seiner Ausstrahlung für Obernkirchen, für den ganzen Landkreis Schaumburg und weit darüber hinaus. Deutlich wurde der Wunsch, die Entwicklung der Region, des Landkreises und der Stadt Obernkirchen im kulturellen und touristischen Bereich stärker in partnerschaftlicher Korrespondenz mit dem Stift Obernkirchen anzugehen. Mit diesem, in die Zukunft gerichteten Auftrag, möchte der Verein auch in Hannover bei der Klosterkammer als Aufsichtsbehörde für das Stift wahrgenommen werden. Wie sehr das Schicksal des Stiftes im Herzen der Stadt Obernkirchen auch in den Herzen der Menschen verankert ist, konnte man unschwer an der großen Zahl "bekennender Obernkirchener" ablesen, die zum Teil von weither angereist waren. Prof. Jürgen Heinrichs lehrt normalerweise Kunstgeschichte an der Setton-Hall University in New Jersey, Dr. Rolf Krumsiek genießt eigentlich seinen Ruhestand als ehemaliger NRW-Justizminister in Münster, Arne Boecker recherchiert als Journalist der "Süddeutschen Zeitung" in Mecklenburg-Vorpommern, Hans-Hermann Lücke betreibt eine Werbeagentur und Druckerei in Wuppertal und Dr. Stephan Walter arbeitet bei der Landesregierung Niedersachsen in Hannover. Eine ansehnliche beruflich und urlaubstechnisch verhinderte Unterstützerrunde war mit Grussadressen vertreten. Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Historikerin Dr. Ortrud Wörner-Heil, der Geschäftsführer der Obernkirchener Sandsteinbrüche, Klaus Köster, und Dr. Günter Schlusche. Spiegel-Journalist Georg Mascolo, neuer Leiter des Hauptstadtbüros Berlin,ließ ausrichten dass er sich im Augenblick eine konkrete Mitarbeit arbeitsmäßig nicht erlauben kann, aber dem Förderverein eine glückliche Hand wünscht. Als nach kurzer Diskussion die Gründungsidee in die Annahme einer Satzung gemündet war und Dr. Klaus-Henning Lemme als erster Vorsitzender eine Vorstandsmannschaft plus Geschäftsführer um sich versammelt hatte, konnte man allenthalben in deutlich entspannte Gesichter blicken. Eine erste Mitgliederversammlung wird nun das weitere Vorgehen für das erste Vereinsjahr regeln - Arbeit gibt es genug. Die Bildung eines Kuratoriums als kompetentes Beratungsgremium des Vorstandes ist bereits beschlossene Sache. In das Kuratorium sollen Fachleute aus den Bereichen Kultur, Kirche, Tourismus, Wissenschaft, Medien, Wirtschaft und Finanzen berufen werden. Dieser Beratungsbedarf wird deutlich bei den Aufgaben, die sich der Verein gestellt hat. Genannt wurden zum Beispiel: Förderung bei der Erforschung der Stiftsgeschichte, Qualifizierte Beratung bei der Außendarstellung des Stiftes, Unterstützung bei der Erarbeitung von kulturellen Angeboten, Erschließung zusätzlicher Finanzquellen. Dem Vereinsvorstand gehören an: Bürgermeister Oliver Schäfer und Altäbtissin Gabriele von Spaeth ( Beisitzer) Fritz Klebe (Vorstandsmitglied), Dr. Klaus-Henning Lemme (1. Vorsitzender), Beate Josten (2. Vorsitzende), Wilhelm Mevert (Schatzmeister), Beate Krantz (Vorstandsmitglied) und Rolf-Bernd de Groot (Geschäftsführer).

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