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Osterwalder Krönungszug unterwegs / Neue Scheiben angebracht

Das Marschieren ist verpönt

Osterwald (haf). Der Schützenverein Osterwald gehört zu den großen Vereinen des Dorfes und ist stolz darauf, dass auch viele junge Mitglieder aktiv dabei sind. Natürlich sind sie es erst recht bei den alljährlichen Schießwettbewerben, bei denen die Majestäten ermittelt werden. Nach der feierlich vom Bläserchor umrahmten Proklamation werden die Scheiben durch das Dorf getragen, und alle gehen mit.

Allerdings ist das Marschieren bei den Osterwalder Schützen verpönt, sodass der Krönungszug eher einer Schafsherde ähnelt. Sechsmal musste Arno Hardke dann auf die traditionelle grüne Leiter steigen und eine Scheibe befestigen, damit man sie anschließend angemessen begießen konnte, denn die Symbole für sechs neue Königinnen und Könige zieren alljährlich Osterwalder Hausfassaden. Diese monarchische Inflation ist möglich, weil in Osterwald eine Besonderheit gilt: Niemand muss fürchten, dass Königsehre teuer erkauft werden muss. Ein kleiner Obolus genügt, den Rest übernimmt der Verein. Gut schießen ist die allein entscheidende Bedingung. So kam es denn bei Helmut Kosok und seiner Frau Edda zu einer Doppelkrönung: Sie verdiente sich mit einem Superschuss die Würde als Vereinskönigin, und er erschoss sich den Rang des Alterskönigs.

Es war nicht die erste Krönung für Altmitglied Kosok. Er war schon bei der Vereinsgründung 1957 dabei. Die Scheiben muss übrigens er seit einigen Jahren eigenhändig gestalten.




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