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Acht Abende Theorie und drei Samstage Fahrausbildung für den Motorbootführerschein

Das Lernen hat sie zusammengeschweißt

Hameln. Bevor die Kursteilnehmer sich für die Lehrgänge zur Sportbootführerscheinausbildung beim Motorboot-Club Hameln anmeldeten, standen sie vor der Frage, welchen Führerschein sie überhaupt benötigen, um auf deutschen oder internationalen Wasserstraßen Sportboote zu führen. Soll es ein Angelboot mit geringer Antriebsleistung oder ein Segelboot mit Hilfsmotor sein und welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Grundsätzlich führerscheinfrei sind Sportboote, auch Segelboote mit einer Antriebsleistung von weniger als 11,03 kW (15 PS). Ausnahmeregelungen gelten für den Rhein, bestimmte Berliner Gewässer und auf dem Bodensee. Sportbootführerscheine lassen sich mit entsprechenden Funkscheinen ergänzen.

Wer einen Sportbootführerschein erwerben will, muss folgende Anforderungen erfüllen: Das 16. Lebensjahr vollendet haben, gesundheitlich (ausreichendes Hör-, Seh- und Farbunterscheidungsvermögen) und geistig sowie charakterlich geeignet sein. Dazu sind ein ärztliches Attest und die Kopie des KfZ-Führerscheins erforderlich, in Ausnahmefällen ein amtliches Führungszeugnis. Amtlich vorgeschriebene Scheine sind die Sportbootführerscheine „Binnen“ und „See“. Beide berechtigen zum Führen von Sportbooten mit einer Antriebsleistung von mehr als 11,03 kW und weniger als 15 Meter Bootslänge auf Binnen- bzw. Seewasserstraßen. Für Bootslängen von mehr als 15 Meter bis 25 Meter Länge benötigt man ein Sportschifferpatent bzw. auf dem Rhein das Sportpatent. Beim Seeschein gilt eine Längenbeschränkung nicht.

Insgesamt 32 Teilnehmer haben in der anerkannten Ausbildungsstätte des Deutschen Motoryachtverbandes e. V. die Berechtigung erworben, Sportboote auf Binnen- und/oder Seewasserstraßen zu führen. Im theoretischen Unterricht wurden Verkehrskunde, Navigation, Boots- und Motorenkunde, Seemannschaft, Umwelt- und Wetterkunde vermittelt. In der praktischen Ausbildung auf dem Wasser wurde das An- und Ablegen, kursgerechtes Aufstoppen, Wenden auf engem Raum und das Rettungsmanöver „Mensch über Bord“ ausgiebig geübt. Bei den Seescheinen zusätzlich das Fahren nach Kompass und eine Kreuzpeilung. Zehn seemännische Knoten und ihre Verwendung mussten bis zur praktischen Prüfung beherrscht werden.

Nach Aushändigung der erworbenen Ausweise gratulierte Clubvorsitzender Alfred Harland den sichtlich glücklichen Teilnehmern zu ihren Patenten. Der Lehrgang endete mit einem gemeinsamen Essen der Lehrgangsteilnehmer, Ausbilder und Prüfer. Bei einem Rückblick auf die gemeinsamen Stunden in den Ausbildungsräumen des Sportfischervereins Hameln und im Fahrschulboot auf der Weser stand die Frage im Raum „und was machen wir nächsten Dienstag?“ Spontan wurden die Mailanschriften ausgetauscht, um sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu treffen. Friedrich Strüber vom Motorboot-Club nahm diesen Wunsch sofort auf und versprach, nach Fertigstellung des neuen Hafenhauses zu einem Skippertreffen einzuladen. Auch eine Schleusenbelehrungsfahrt ist dann geplant. Alle Interessenten melden sich bitte noch einmal unter friedrich@strueber.de

Den schon vorhandenen Sportbootführerschein See vervollständigten Viktor Heller, Sven Hoffmann, Luca Markus, Karl-Heinz Peußner, Kai Uwe Redlich, Christopher Zahn, Sebastian Zahn und Rüdiger Zahn mit dem Binnenschein. Weiter freuten sich über den Binnenschein Holger Bürger, Marc Dammeyer, Mike Fiebich, Ernst Gaßmann, Alexander Kasten, Frank Kretschmer, Willi Markwardt, Achim Marzinzik, Gerrit Marzinzik, Robert Miehe, Jakob Schikora, Andreas Wicht und Frank Wilcek. Den Sportbootführerschein See erwarben Marzellus Hahn, Katrin Kinszorra-Todte, Jannik Köhler und Kay Willich. Eine besondere Leistung erbrachten Bernd Fricke, Nina Kahlert, Matthias Kluge und Oliver Wichmann, die parallel den Binnen- und Seeschein erwarben. Die nächsten Lehrgänge beginnen am 17. März 2015. Infos erteilt Albert Lutzke unter 05153/6526 oder albert.lutzke@web.de




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