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Auf dem Wochenmarkt gibt’s den ersten Spargel / Bei steigenden Temperaturen fällt der Preis

Das königliche Gemüse als Frühjahrsbote

Auch wenn die Temperaturen derzeit zumindest nachts noch im einstelligen Bereich liegen – der Frühling ist nicht aufzuhalten. Untrügliches Zeichen dafür: Der erste Spargel ist da. Gestern nutzten zahlreiche Kunden auf dem Hamelner Wochenmarkt die Gelegenheit, sich mit dem königlichen Gemüse einzudecken. Am Stand des Hoflandes Thiermann aus Kirchdorf (liegt zwischen Minden und Nienburg in der Nähe von Sulingen) bot Ursel Hespenheide beste Qualität in verschiedenen Größen an.

Auch wenn die Temperaturen derzeit zumindest nachts noch im einstelligen Bereich liegen – der Frühling ist nicht aufzuhalten. Untrügliches Zeichen dafür: Der erste Spargel ist da. Gestern nutzten zahlreiche Kunden auf dem Hamelner Wochenmarkt die Gelegenheit, sich mit dem königlichen Gemüse einzudecken.

Am Stand des Hoflandes Thiermann aus Kirchdorf (liegt zwischen Minden und Nienburg in der Nähe von Sulingen) bot Ursel Hespenheide beste Qualität in verschiedenen Größen an. Von dünn bis „Jumbo“ gab es die weißen Stangen, die am Vorabend geerntet und sortiert worden und dementsprechend frisch waren. Die Preise variieren zwischen 4,50 und 11,90 je Kilo für Premiumware – ein stolzer Preis, rechnet man doch pro Person etwa 500 Gramm Spargel für eine Mahlzeit. Allerdings ist die Ernte auch sehr personalintensiv. Spargel wird per Hand gestochen, zumeist von osteuropäischen Saisonarbeitern.

Auch der Anbau dieser schon vor Tausenden von Jahren bei Griechen, Römern und Ägyptern bekannten Pflanze hat es in sich: Sie benötigt lockeren, sandigen Boden und vor allem Wärme. Thiermann und andere Anbauer helfen dabei der Natur auf die Sprünge – zwar nicht, wie seit einigen Jahren schon mehrfach praktiziert, mit geheizten Böden, aber doch mit einer schwarzen Doppelfolie. Sie wird über die angehäufelten Beete gezogen, zwischen den zwei Lagen bildet sich ein Luftpolster, das sich schnell erwärmt und die Temperatur an die Pflanze abgibt. Die wächst übrigens unter der Erde. Bilden sich erste Risse, wird geerntet, bevor sich der Kopf – das Beste daran – das Licht der Welt erblickt und aufgrund der dann einsetzenden Bildung von Chlorophyll verfärben kann.

Klassische Variante: Spargel mit Schinken und Sauce hollandaise.

Zum Wochenende rechnet Ursel Hespenheide übrigens mit fallenden Preisen; sie glaubt den Wetterfröschen, die steigende Temperaturen voraussagen.Wenn es warm und feucht ist, kann Spargel bis zu sieben Zentimeter pro Tag wachsen und muss deshalb schnell verkauft werden. Verzehrt werden sollte er möglichst frisch, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch, hält er sich aber einige Tage im Kühlschrank. Spargel lässt sich geschält übrigens auch gut einfrieren, büßt dabei aber geringfügig an Geschmack ein.

Gesund ist das königliche Gemüse übrigens auch, hat es doch so gut wie keine Kohlenhydrate und kein Fett, sondern besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser. Es enthält diverse Vitamie, darunter 20 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm und wirkt harntreibend. Gegessen wird Spargel am liebsten klassisch, und so liebt ihn auch Ursel Hespenheide: in Salzwasser mit einer Prise Zucker (wegen der empfindlichen Köpfe aufrecht stehend!) gekocht, dazu Schinken, junge Kartoffeln und Butter oder Sauce hollandaise. Auch diese Zutaten gibt’s am Stand von Thiermann übrigens, ebenso wie den praktischen Spargelschäler, der leicht zu handhaben ist.

Früher, als Besteck noch aus Silber aus nicht rostfreiem Stahl bestand, verzehrte man Spargel mit den Fingern, heute ist beides erlaubt, Finger oder Messer und Gabel. Übrigens: Auch grünen Spargel – er muss kaum geschält werden – hat Thiermann im Angebot; den gibt’s allerdings erst später. Und am 24. Juni (zu Johanni) ist endgültig Schluss. Motto: „Kirschen rot, Spargel tot.“

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Christa Koch




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