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Harsche Kritik am Nein der Politiker zum Hochwasserschutz

"Das hier ist kein Wunschkonzert"

Wendthagen (mw). Zu teilweise engagierten Wortbeiträgen hat das Thema Hochwasserschutz bei der Sitzung des Ortsrats Wendthagen-Ehlen geführt. Anlass ist eine vom Verwaltungsausschuss der Stadt Stadthagen abgelehnte Schutzmaßnahme im Bereich Schleplingsbach/Uhlenbruch gewesen.

Der Verwaltungsausschuss habe eine für den Bereich diskutierte Schutzmaßnahme gegen Hochwasser als "unwirtschaftlich" und "nicht genehmigungsfähig" abgelehnt berichtete Fritz Wehling, Hauptamtsleiter der Stadt Stadthagen. Prompt hagelte es Protest. Er hoffe, dass man noch eine Erklärung für diese Entscheidung erhalte, kritisierte Jörn Ostermeier (CDU). Wie ihm bislang lediglich zu Ohren gekommen sei, solle sich diese Maßnahme nicht rentieren und auch wegen Belangen des Naturschutzes abschlägig beschieden worden sein. Die "lapidar" begründete Ablehnung sei "ein starkes Stück", schimpfte Ortsratmitglied Rudolf Schift (CDU). "Wir sind hier nicht im Wunschkonzert", wies Wehling Forderungen nach einer genaueren Begründung zurück. Der Verwaltungs-, Umwelt- sowie auch der Planungs- und Bauausschuss hätten nun mal so entschieden. Und er selber habe mit seinen Ausführungen dem Informationsbedarf des Ortsrates genüge getan. Die Entscheidung des Verwaltungsausschusses dürfe den Ortsrat nicht daran hindern, das Thema Hochwasserschutz weiter zu verfolgen, meinte die Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller (SPD). Schließlich gebe es noch andere Möglichkeiten, um der Hochwassergefahr zu begegnen. So könnten etwa Gräben auf dem Bückeberg geräumt werden, um das anfallende Niederschlagswasser bereits dort aufzufangen und abzuleiten. Zu einem im Raum stehenden Regenrückhaltebecken südlich des Sportplatzes merkte Gerd Schubert (Gruppe WIR) an, dass seines Wissens nach noch Haushaltsreste in Höhe von rund 260 000 Euro zur Verfügung stehen müssten, um dieses Projekt zu finanzieren. Wehling sicherte ihm darauf hin zu, dies zu überprüfen und dem Ortsrat bei der Sitzung Anfang Dezember hierzu Auskunft zu erteilen.




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