×
50 000 Fans feiern an zwei Tagen auf dem ausverkauften Expo-Musik-Gelände

Das große Plaza-Beben

Hannover. Rien ne va plus: Seit Wochen war das NDR 2-Plaza-Festival mit 25 000 Besuchern ausverkauft. Und die erlebten mächtig was am Wochenende: „Glasperlenspiel“ versprachen bereits im Vorfeld einen „geilen Auftritt“ und hielten Wort. Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg, auch im wahren Leben ein harmonierendes Duo, stehen für eingängigen Elektropop und lieferten einen bejubelten Auftritt ab. „Hoffnungslos hoffnungsvoll“ präsentierte sich der dreifache Echo-Gewinner Joris. „Von Ost nach West, von Süd nach Nord – bis an jeden Ort“ – für den 26-jährigen Singer/Songwriter gehen seine Fans „Bis ans Ende der Welt“.

Autor:

von lars andersen

„Auf die Plätze, fertig, los“ hieß es wenig später, als Daniel Wirtz mit rockigen Klängen à la „LMAA“ und „Kamikaze“ die Bühne enterte. „Wir sehen uns im nächsten Monat in Hannover wieder – ich bin ‚special guest‘ auf der Udo-Lindenberg-Tour und singe mit ihm den Song „Cello“, verriet Daniel nach seinem Auftritt der Neuen Deister-Zeitung.

Sarah Connor sang die meisten der Songs in ihrer Muttersprache, nahm das Publikum aber auch mit Titeln wie „Let’s Get Back To Bed – Boy“, „French Kissing“ sowie „Bounce“ mit auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. „Down to earth“, authentisch und nah an den Fans war der Ire Rea Garvey, der mit Hits wie „Can’t Stand The Silence“ oder „Colour Me In“ das Publikum begeisterte.

Yeehaw! – diese Show haut selbst die härtesten Fans aus dem Sattel: Mit „Don’t Gimme That“, „Bullpower“ – aber auch mit Coverversionen wie Dolly Partons „Jolene“ brachten „Boss Hoss“ zum Abschluss noch einmal die Plaza zum Beben.

4 Bilder
Deutschlands-Vorzeige-DJ Felix Jaehn.

„Alarmstufe Rot“ bei Fergies Auftritt: Stacy Ann Ferguson, so ihr bürgerlicher Name, setzte mit ihrem schweißtreibenden Auftritt den Schlussakkord unter die zweitägige Plaza-Sause, die inzwischen zum deutschlandweiten Mega-Burner avanciert ist. Die Frontfrau der Black Eyed Peas rockte und rappte sich im sexy schwarz-roten Lack-Outfit in sekundenschnelle in die Herzen der lautstark mitsingenden Fangemeinde.

Vorangegangen war ein erstklassiges Line Up, das den Vergleich zum Vortag nicht scheuen musste. Durch die Absage von Zara Larssen übernahm kurzfristig „Lions Head“ die Opener-Funktion. Der New Yorker Musiker Ignacio Uriarte und der Münchner Produzent Filip Bakija versorgten die Konzertbesucher mit einer wohldosierten Mischung aus Singer-Songwriter-Werken, die Bakijas mit Elektro-Klängen auflockerte.

Was für eine Stimme, was für ein Instrumentalist – ganz großes Kino, was Matt Simons, bekannt durch seinen Hit „Catch And Release“, auf die Bühne zauberte, während kurze Zeit später Culcha Candela mit ihrer Performance begeisterten.

„You Don’t Know“, „Ayo Technology“ – Milow hatte leichtes Spiel mit dem Publikum, das jeden seiner Hits mitsingen kann. „Years & Years“-Frontmann Olly Alexander hüpfte wie ein aufgescheuchtes Huhn über die Bühne, freute sich über die Fangeschenke. Etwas strange seine Performance – den Fans gefiel’s.

Mit seinen weltweiten Nr. 1-Hits „Ain’t Nobody (Loves Me Better)“ und „Cheerleader“ brachte der 21-jährige Top-DJ Felix Jaehn nicht nur die Turntables, sondern auch die Fans zum Rotieren. Wahnsinnsstimmung auf der Plaza, die erneut ein Open-Air-Konzertspektakel der Superlative erlebte. Fortsetzung folgt? - aber klar doch. Der Termin für das Plaza-Festival 2017 steht jedenfalls schon: Es ist der 26. Mai.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt