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„Das große Backen“: Daniela Weibler zur neuen Staffel

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Autor:

Mira Colic

Was ist seither passiert? Ist sie ihrem Traum von einem eigenen Café oder Backbuch nähergekommen?

Auf jeden Fall, denn ihre Kreationen werden bereits in der Sennhütte in Dörpe verkauft. Ihre Sennhütten-Torte mit dunkler Schokolade und Marzipan sei der Renner. Zwei Mal im Monat steht sie für die Waldgaststätte in der Backwerkstatt –, selbstständig hat sie sich aber noch nicht gemacht. „Ich bin mir auch gar nicht sicher, dass ich das wirklich möchte.“ Nicht nur, dass sie ihren Beruf als Erzieherin zu sehr liebe, „aber momentan macht mir das Backen einfach Spaß, ich weiß nicht, wie das wäre, wenn ich es immer machen muss“. Ihre Mutter hatte selbst einen Laden, „sodass ich weiß, wie schwer die Selbstständigkeit sein kann“. Sie habe Angst vor dem Scheitern, gibt die 31-Jährige zu. Anfragen genug hätte sie aber.

„Wildfremde Leute schreiben mich auf Facebook an und wollen, dass ich ihnen zu dem und dem Tag diese oder jene Torte backe“, sagt Weibler lachend und schüttelt den Kopf. Damit habe sie nie gerechnet. Aber leider müsse sie alle vertrösten. Bisher backe sie nur für Freunde, „ich habe zu viel Angst, dass mir jemand auf die Finger haut, weil mir die nötigen Genehmigungen fehlen“. Ihre Torten seien natürlich für Hochzeiten sehr begehrt, da stehe ihr Geschenk für das Brautpaar meist schon von vorn herein fest.

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„Aber wenn ich dann so unter Druck backen muss, macht das selten Spaß.“ Eine seltsame Aussage für jemanden, der beim „Großen Backen“ über mehrere Wochen auf Kommando und unter Zeitdruck zaubern musste.

Mit ihren Kuchen und Torten – Eierlikörkuchen mit Orangen-Physalis-Kompott, Eclairs, eine Red-Velvet-Torte, Riesen-Macarons und vieles mehr – kämpfte sich die Hachmühlerin bis ins Finale. Ob sie ihre Teilnahme je bereute? „Nein, ich habe nur positives Feedback gehabt.“ Dafür sei sie sehr dankbar und fühle sich geschmeichelt. „Natürlich ist das Klasse fürs Selbstwertgefühlt.“ Sie habe eine schöne Zeit gehabt und viele neue Freunde gefunden. Tatsächlich halte sie zu den meisten Teilnehmern aus ihrer Staffel noch Kontakt, man habe sich mehrmals getroffen, weitere Treffen sind geplant.

Total freie Hand zu haben beim Backen mache ihr aber doch am meisten Spaß. Anders sei es, wenn sie wie jüngst eine laktose- und glutenfreie Torte für eine Freundin backen sollte. „Die reinste Katastrophe.“ Auch Motivtorten seien eher „nicht so meins“. Schließlich pulten die meisten das Fondant sowieso ab, weil es zu süß sei.

Ihr Traum? „Ich würde gerne das Backbuch meiner Oma veröffentlichen und ihre klassischen Rezepte mit vielleicht einer Extra-Zutat neu interpretieren.“ Es sei doch das Schönste, wenn beim Kuchenessen Erinnerungen an die Kindheit oder Besuche bei den Großeltern hochkämen. Einige ihrer Rezepte werden demnächst aber in Buchform gepresst. Für den nächsten Krimi des heimischen Autors Günter von Lonski habe sie 20 Rezepte beigesteuert. Und auch einige Backkurse im Culinarium in Hameln habe sie bereits gegeben.

Und ob sie die neue Staffel verfolgen wird? „Aber natürlich, klar.“ Sie sei zwar leider zum Start am 11. September auf einem Geburtstag, „aber den Montag habe ich mir freigenommen und da werden meine Schwester und ich uns vor den Fernseher setzen“. Und die 31-Jährige macht schon mal eine klare Ansage: „Keine Anrufe bitte.“ Schließlich wolle sie ganz in Ruhe die Kandidaten „auseinandernehmen“ und ihre Favoriten küren.



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