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Vermutlich eine Kosmetikschule als Nachnutzer / Badehotel für ein Jahr an Altersheim vermietet

Das Georg-Wilhelm-Haus ist "praktisch verkauft"

Bad Eilsen (tw). Gute Nachrichten für den Kurort: Das im Jahre 1808 errichtete Georg-Wilhelm-Haus, Leerstands-Objekt der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover, ist so gut wie verkauft - und das benachbarte Badehotel hat für die Dauer eines Jahres einen Mieter gefunden.

Zukunft als Kosmetikschule: das Georg-Wilhelm-Haus.

Entsprechende Informationen der Landes-Zeitung bestätigt jetzt DRV-Pressesprecher Wolf-Dieter Burde auf Anfrage. Wie gleichzeitig aus anderer Quelle zu erfahren ist, soll das unter Denkmalschutz stehende Georg-Wilhelm-Haus (78 Betten) künftig als Quartier für die Auszubildenden einer - gehobenen - Kosmetikschule aus der Region dienen; eine ähnliche Einrichtung gibt es an den Dr. Blindow-Schulen im benachbarten Bückeburg. Darüber hinaus verlautet aus für gewöhnlich gut unterrichtenen Kreisen, dass das Obergeschoss des angrenzenden Kursaales als Schulungsraum in die Nutzung mit einbezogen werden soll; zwischen beiden Gebäuden gibt es einen gläsernen Verbindungsgang. Aber auch das am Eingang (Bahnhofstraße) des Kurparks gelegene Gebäude des Georgsbrunnens will der Betreiber angeblich für seine Zwecke mitnutzen. Die Information dieser Zeitung, wonach der Käufer eine Kosmetikschule ist, will die DRV allerdings weder bestätigen noch dementieren. Nur so viel: "Ja, der Verkauf des Gebäudes ist weitgehend in trockenen Tüchern", sagt Burde. Das Konzept des künftigen Käufers sei "nachhaltig" und "absolut vielversprechend". Derzeit werde bereits an den Details des Vertragswerkes gefeilt. Ross und Reiter sollen in etwa vier Wochen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von DRV und Investor genannt werden. Burde zufolge soll der Kontakt, der jetzt offenbar zum Erfolg führt, bereits seit etwa einem Jahr bestanden haben. Der Kurort könne sich freuen, dass mit der Nachnutzung nunmehr wieder Leben in die Altimmobilie einziehe. Derweil gibt es auch für das Badehotel demnächst einen - wenn auch vorübergehenden - Nutzer: den "Verein Evangelisches Altersheim" mit Sitz in Bückeburg. Dessen Gebäude an der Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße soll noch 2007 mit einem Kostenaufwand von rund drei Millionen Euro komplett umgebaut werden. Im Gefolgeder Sanierung wird das Altersheim samt Bewohnern und Einrichtung übergangsweise in das Badehotel verlegt. "Wir haben mit dem Betreiber einen Mietvertrag abgeschlossen, der über den Zeitraum eines Jahres läuft", sagt Burde. Nach Auskunft von Heimleiter Dirk Tielmann soll der Umzug nach derzeitigem Stand der Planungen "frühestens ab dem 19. September" erfolgen. Der endgültige Zeitplan soll in der Woche zwischen dem 20. und dem 25. August festgezurrt werden. Wie auch immer: Die jüngste Entwicklung ist ein Beleg dafür, dass das Konzept der Deutschen Rentenversicherung offensichtlich aufgeht. Wie berichtet, hatte die DRV Anfang 2007 ihre bisherige Strategie geändert und seitdem versucht, die Alt-Immobilien nicht mehr als Ganzes an den Mann zu bringen, sondern getrennt zu veräußern.

Bald Altersheim auf Zeit: das Badehotel. Fotos: tw
  • Bald Altersheim auf Zeit: das Badehotel. Fotos: tw


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