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"Tempo runter auf der Bückebergstraße": Ausschuss favorisiert Zebrastreifen "XL" als Lösung

Das Gemeinschaftshaus wird zur Denkfabrik

Buchholz (tw). Bereits das erste Treffen der Arbeitsgruppen "Bückebergstraße" und "Jugendforum Plus" hat vorzeigbare Ergebnisse geliefert: Im ersten Fall wollen sich die Buchholzer Politiker unter Vorsitz von Frank Rinne (SPD) externen Rat beim ADAC holen, im zweiten Fall hat sich die Gruppe unter Regie von Angela Tosar (WiB) auf eine "School's-out-Party" als Auftakt-Event verständigt.

Rinne gegenüber der Landes-Zeitung: "Wir haben in unserer Arbeitsgruppe zunächst alle möglichen Varianten zusammengetragen, mit denen die Bückebergstraße sicherer gemacht werden kann." Als da wären: Eine Verengung der Fahrbahnmarkierungen am Ortseingang - gedacht für Fahrzeuge, die aus Richtung Obernkirchen kommend in das Dorf einfahren; Das Ausweisen einer Tempo-50-Zone vor dem Ortseingang; EinÜberholverbot vor dem Ortseingang; Ein Durchfahrtverbot für Lkw, das zumindest in den Nachtstunden gelten soll; Die Installation eines ortsfesten Blitzgerätes. Die Anlage von bis drei Querungshilfen für Fußgänger; entweder als extra breiter Zebrastreifen, als Verkehrsinsel oder - ungern - in Form einer (Bedarfs-)Ampel. Dabei habe sich "nicht zuletzt durch die Vorarbeiten, welche die SPD geleistet hat" gezeigt, dass SPD und WiB/CDU-Gruppe bei der möglichen Lösung gar nicht so weit auseinanderliegen. "Die Tendenz im Ausschuss", berichtet Rinne, "geht derzeit zu der Lösung ,extra breiter Zebrastreifen'". Beim Gros der anderen Varianten habe entweder das Land oder aber der Landkreis Bedenken angemeldet. Klar sei in jedem Fall: "Für was wir uns am Ende auch immer entscheiden: Zahlen respektive unterhalten muss die Maßnahme die Gemeinde", weiß der Sozialdemokrat. Um als Laien bei der Auswahl ganz sicher zu gehen, will sich der Ausschuss Rat beim ADAC München holen. Der Automobilclub will den Bürgervertretern einen Fachmann benennen, der möglichst aus der Region kommt. Rinne ist zuversichtlich, den Namen des besagten Experten bereits während der nächsten Ratssitzung (20. Mai) präsentieren zu können. Dabei gilt: "Wir wollen in Sachen Verkehrsberuhigung nichtsübers Knie brechen", betont Rinne. Und meint: "Das Projekt muss nicht zwingend schon im Haushalt 2009 festgeschrieben werden." - Derweil geht es auch in der zweiten Arbeitsgruppe voran: "Wir planen für den 9. Juli als Erstes eine ,School 's out'-Party", berichtet Angela Tosar (WiB), die von "ihrer" Arbeitsgruppe "Jugendforum Plus" zur Vorsitzenden bestimmt worden ist. Nach Ende der dritten Unterrichtsstunde soll es an jenem Tag auf dem Spielplatz neben dem Schützenhaus rund gehen. Die konkreten Angebote werden derzeit noch erarbeitet. Fest steht indes: Zur "School 's out"-Party" eingeladen werden aber nicht nur Buchholzer Jugendliche ab zwölf Jahren, auch die Grundschüler dürfen dazu kommen. Zu der ersten Zielgruppe gehören laut Tosar etwa 50 bis 60 Jugendliche, zur zweiten nochmals etwa 50. Über die Auftakt-Aktion am 9. Juli hinaus gibt es in der Arbeitsgruppe bereits jetzt weitere Ideen für eine Fülle von Folgeangeboten; da aber zunächst geprüft werden soll, ob sie - erstens - bei den Jugendlichen auch auf Gegenliebe stoßen und sie - zweitens - auch bezahlbar sein müssen, hält sich die Vorsitzende mit Einzelheiten derzeit noch zurück. Tosar: "Jeder junge Buchholzer, der Ideen für das ,Jugendforum Plus' hat, kann sich bei mir melden." Tel. (0 57 51) 89 15 43. Wie berichtet, hatte es auf die an alle Buchholzer Haushalte verteilte Einladung der Gemeinde, sich an den beiden Arbeitsgruppen zu beteiligen, zunächst keinerlei Resonanz gegeben. Lediglich Robert Martin, Chef des SPD-Ortsvereins Buchholz, nahm als interessierter Bürger an der jüngsten Zusammenkunft teil - und will auch weiterhin mitarbeiten. Gleichwohl werden die Politiker künftig wohl (fast) ohne die Bürger tagen und zumindest die Fragen zum Jugendforum mit ihrem eigenen Sachverstand lösen müssen. In der Arbeitsgruppe "Bückebergstraße" wirken neben Rinne Hartmut Krause (als Bürgermeister), Wolfgang Witt (WiB) und Raimund Möller (CDU) mit. Der Arbeitsgruppe "Jugendforum Plus" gehören neben Bürgermeister Krause die WiB-Ratsmitglieder Gudrun Spiller und Angela Tosar sowie Frank Rinne für die SPD an.




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