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Heimat- und Kulturverein Eilsen richtet mit Mitstreitern die Ruhestätte des Grafen Wiser in 141 Arbeitsstunden her

Das Gedenken an den berühmten Augenarzt aufgefrischt

Bad Eilsen (sig). Dem Vergessen entrissen hat der Heimat- und Kulturverein Eilsen die letzte Ruhestätte des Grafen Dr. Maximilian Wiser und dessen Ehefrau Eleonore, geborene Gräfin Kanitz. Am südöstlichen Waldrand des Harrls unweit der früheren Augenklinik, dem heutigen "Waldhof", liegt das Ehepaar bestattet. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Natur diese Fläche stark überwuchert. Fleißige Hände haben jetzt daraus einen neuen Anziehungspunkt des Kurortes gemacht.

Es war schon ungewöhnlich, dass sowohl die Fürstliche Hofkammer als auch die Gemeinde Bad Eilsen dem Wunsch des Grafen entsprachen und ihm dieses sehenswerte Fleckchen überließen. 1938 wurde dort der berühmte Augenarzt beerdigt und 1947 dessen 30 Jahre jüngere Ehefrau. Der Vorsitzende des Eilser Heimat- und Kulturvereins, Friedrich Winkelhake, machte die Sanierung dieser Gräber zu einem Herzensanliegen. In vielen Publikationen und Pressebeiträgen hatte er die Verdienste des Geheimen Medizinalrates Dr. Maximilian Graf Wiser um seine Patienten und um Bad Eilsen hervorgehoben. Unermüdlich und konsequent verfolgte Winkelhake das Ziel, Wiser dafür Dank zu zollen und die Grabstätte ansehnlich herzurichten. So bedeutende Persönlichkeiten sollten, so meinte auch der gesamte Vorstand, eine entsprechende Würdigung erfahren. Nach weitgehend getaner Arbeit bedankte sich der Vorsitzende bei einem Treffen im Lesesaal der Kurverwaltung bei allen Helfern sowie bei der Schaumburger Landschaft, bei der Gemeinde Bad Eilsen, bei Familienangehörigen und Freunden für Zuschüsse und Spenden. Ein besonderes Dankeschön richtete Winkelhake an Dr. Willi Dreves, auf dessen Grund und Boden sich die Grabstätte befindet, wie sich inzwischen herausgestellt hat. Er trug auch mit seinem Fahrzeugpark maßgeblich zum Gelingen der Aktion bei. Insgesamt kamen 141 Arbeitsstunden zusammen, im Wesentlichen geleistet von Dreves, von Mitgliedern des Vorstandes und der Familie Winkelhake. Auf der mit einer Holzkonstruktionüberdachten Erinnerungstafel am Eingang zur Ruhestätte steht unter anderem, dass der berühmte Augenarzt Graf Wiser sowohl gekrönte Häupter des europäischen Hochadels als auch Maharadschas und afrikanische Häuptlinge, aber auch einfache Menschen ohne Ansehen der Person mit Erfolg behandelt hat. Jetzt will der Heimatverein eine Fahrt nach Bad Liebenstein in Thüringen organisieren. Auch dort hat Graf Wiser Spuren hinterlassen, die man verfolgen möchte.




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