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1,4 Kilometer Zaun für 2500 Festival-Besucher: Übermorgen startet das "Joch'n' Roll-Festival"

Das Festival - das ist dort, wo immer Stau ist

Rehren (sb). Unterhalb der Autobahnbrücke ist der Empfang gut, daher klingelt das Handy von Jochen Siepmann, immer und immer wieder. Und alle Anrufer wollen das gleiche wissen: Ob es noch Karten für das "Joch 'n' Roll-Festival" gibt, das übermorgen unterhalb von Gut Oelbergen beginnt, wollen die Anrufer wissen. Siepmann kann die Anrufer beruhigen: Ja, die gibt es, auch an der Tageskasse wird es genug Tickets geben.

Um den Besitzern dieser Karten ein Festival der Extraklasse bieten zu können, laufen die Vorbereitungen seit gestern Morgen auf Hochtouren. Disteln entfernen, Toilettenhäuschen aufbauen und natürlich die drei Bühnen einrichten - das Gut Oelbergen in Rehren muss bis Donnerstag feiertauglich gemacht werden. "Wir sind mittendrin", erklärt Siepmann. Er unterstützt die Veranstalterin Bettina Voss in Fragen Musik - seit vielen Jahren ist der Profi in der Branche tätig. Angefangen haben er und Technikleiter Sven Gutke 2002 im Hamelner Kultur- und Kommunikationszentrum "Regenbogen". Die Festivals des Duos entwickelten sich stetig weiter, nach Konzerten in Aachen, Braunschweig, Hildesheim oder Hannover folgte 2005 das erste "halb Open-Air-Festival", wie Gutke es nennt, im Regenbogen - mit, immerhin, einer Bühne draußen. 2007 feierte das "Joch'n' Roll-Festival" dann Premiere in Hameln - dieses Jahr werden, so erklären Gutke und Siepmann, stattliche 54 Bands erwartet. Rund 1000 Tickets, so erklärt Mitveranstalter Gerd Siepmann, sind bis jetzt verkauft, nach wie vor rechnet er mit bis zu 2500 Besuchern. Der Campingplatz öffnet morgen, am Donnerstag um 17 Uhr wird das Festival eröffnet: Erst kommen zwei Nachwuchsbands, ab fünf Hammerbands, wie es Siepmann erklärt, vor allem die Hauptacts sollen es richtig krachen lassen: "All Shall Perish" und dann "Sworn Enemy". Bis die erste Band in die Saiten haut, haben die Helfer aber noch viel zu tun. 1,4 Kilometer Zaun sind noch aufzustellen, vom Aufbau der drei Bühnen ganz zu schweigen. Die Helfer kennen sich seit langen Jahren, es sind entweder Fans, die sich auf ihre Musik freuen, oder Lehrer der Hamelner "School of Rock", in denen Jugendlichen aus sozialschwachen Familien in Musikprojekten mitmachen können. Ein Drittel des erhofften Nettoerlöses des Festivals wird an die "School of Rock" gehen. Auf Gut Oelbergen als Festivalort sind die Hamelnerübrigens gekommen, weil sie den Platz schon kennen: Hier wurden vor einigen Jahren schon einmal Festivals ausgetragen, wenn auch im deutlich kleineren Rahmen. Als Hameln als Austragungsort jetzt ausfiel, war Oelbergen schnell erste Wahl. Das hatübrigens noch einen weiteren Vorteil, erzählt Siepmann, während er zwei Helfer mit weiteren Aufgaben betraut: "Man braucht den Weg kaum zu erklären." Sicher, den Landkreis kennen nur wenige, die nach dem Weg fragen, das Auetal auch nicht, aber Rehren, Rehren kennen alle aus den Staumeldungen. Die Tageskarten kosten 20 Euro für den Donnerstag und jeweils 25 Euro für Freitag und Sonnabend, das Ticket für alle drei Tage kostet im Vorverkauf 29 und an der Tagesklasse dann 35 Euro.




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