weather-image
13°
Serien-Tipp

Das Ende der Welt war selten so gut

Bei der Schlagzahl, mit der der Streaming-Dienst Netflix neue Serien auf den Markt wirft, ist es mittlerweile selbst für eingefleischte Serienjunkies schwer, den Überblick zu behalten. Zum Glück ist „The End of the F***ing World“ nicht in der Masse untergegangen. Im Gegenteil: Die britische Serie hat es aus dem Stand in die Liste meiner Lieblingsserien geschafft.

Serien_Tipp The End of the Fucking World
Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite

Vorausgeschickt sei aber: Es ist keine Serie für die ewig Glücklichen, keine Serie für die Angepassten, keine Serie für all jene, die mit schwarzem Humor nichts anfangen können. Wie kann sie es auch sein? Immerhin handelt es sich bei den Protagonisten um einen vermeintlichen Psychopathen und eine offenbar sexbesessene Manisch-Depressive. Dieses vorbelastete Teenager-Paar beschließt, gemeinsam dem trostlosen, weil vorbestimmten Leben im Süden Englands zu entfliehen. Das Ganze untermalt von einem Indie-Soundtrack, der gleich nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf geht.
Und während James und Alyssa auf ihrem Weg von einer Katastrophe in die nächste stolpern, kann man gar nicht anders, als sie ins Herz zu schließen. Obwohl oder wahrscheinlich auch gerade weil sie die Welt so schonungslos ehrlich sehen und dabei – bei allem Zynismus – ein gutes und vor allem verletzliches Herz beweisen. Letztendlich sind sie eben nur auf der Suche nach ihrem Platz in all dem Chaos.

Während mich vor allem die Charaktere und ihre Geschichte gefesselt haben, weiß auch die Optik zu überzeugen. Kein Wunder, immerhin basiert die Serie auf einer (preisgekrönten) Graphic Novel.

Nach acht Folgen à etwa 20 Minuten bleibt schließlich nur die Hoffnung auf eine zweite Staffel.

Für Fans von: Harold und Maude, Bonnie und Clyde, Juno

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare