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Reiten in Niedernwöhren: Volkssport mit ungebrochener Popularität

"Da möchte man selber Pferd sein"

Samtgemeinde Niedernwöhren (jed). Viele Menschen in der Samtgemeinde verbindet die Liebe zu Pferden. Wer reiten lernen oder seinen Vierbeiner gut versorgt wissen will, hat dazu die allerbesten Möglichkeiten. Unsere Zeitung stellt heute drei davon vor.

"Kann ich bei Euch reiten lernen?" Diesen Satz hat Andrea Schierloh unzählige Male von vielen großen und kleinen Kindern, aber auch von vielen erwachsenen Pferdefreunden zu hören bekommen. Was vor fünf Jahren mit einer Handvoll Kinder im Vorschulalter begann, hat sich mittlerweile auf über 150 junge und alte Reitschülerinnen und Reitschüler ausgeweitet, die in Niedernwöhren, Dorfstraße 7, unterrichtet werden. Reitschüler deshalb, weil es immer mal wieder auch Jungs und Männer gibt, die sich für die Reiterei begeistern. Auffällig ist außerdem, dass junge Mädchen schon mal gern eine "Pferdepause" einlegen, wenn sie einen festen Freund haben. Älteste Reitschülerin ist derzeit eine 73-jährige pferdebegeisterte Seniorin. Bei 14 Schulpferden ist für jeden etwas Passendes dabei. Schierloh: "Wir setzen jeden auf das richtige Pferd. Es wird allerdings auch gewechselt, denn wer reiten lernen will, muss jedes Pferd reiten können." Bis dahin wird aber erst einmal der richtige Umgang mit den Vierbeinern gelehrt. Dazu gehört außer der Theorie das Putzen und Führen sowie das Balancefinden. Das Reitschul-Team bilden A-Lizenz-Trainerin Andrea Schierloh und zwei weitere C-Lizenz-Trainerinnen. Aus den vier Boxen, die Volker Hundertmark auf seinem Reiterhof in Meerbeck, Gallweg 1, vor rund 25 Jahren für die Pferde einiger junger Mädchen aus der Nachbarschaft gebaut hat, sind mittlerweile 30 geworden. "Pferde statt Kühe" hieß das erklärte Motto. Dabei hat Hundertmark, der nebenher noch Ackerbau betreibt, sprichwörtlich auf das richtige Pferd gesetzt, denn alle Boxen sind belegt und die Abhängigkeit von den Unwägbarkeiten des Agrarmarktes gehört der Vergangenheit an. Bei Hundertmark wird Vollpension gebucht, nur das Putzen und Reiten ihrer Vierbeinerübernehmen die Eigentümer selber. Für die Versorgung mit Futter ist Vater Reinhard zuständig, der die Wege zwischen den Ställen auf dem großen Hofgelände nicht selten mit dem Klapprad zurücklegt und für die großen und kleinen Probleme der Pferdebesitzer immer ein offenes Ohr hat. Für genügend Auslauf und Bewegungsfreiheit der Pferde ist gesorgt, denn außer einer großen Halle steht dafür auch das Hofgelände und eine große Grünfläche zur Verfügung. Hundertmark: "Niemand muss bei uns über die Straße reiten." Vollpension für Vierbeiner bietet auch die "Pferdepension Peeck" in Wiedensahl an. Horst Peeck hat dafür gleich neu gebaut. Erst eine große Halle und einen Stall mit 22 Boxen und dann vor drei Jahren aufgrund der großen Nachfrage einen zweiten kleinen Stall mit sechs Boxen. Sattel- und Futterkammern fehlen in den beiden Ställen ebenso wenig wie Dusch- und Putzplätze. Viel gehörter Kommentar: "Hier möchte man Pferd sein." Stolz ist Horst Peeck auf die Planung der Pferdeboxen, denn zum einen ermöglichen Schiebewände zwischen den Boxen ein blitzschnelles Ausmisten mit dem Frontlader, und zum anderen muss das Futter nicht in jede Box geworfen werden, sondern wird einfach auf dem breiten Mittelgang verteilt. Ein Schlitz in der Vorderseite des Boxengitters ermöglicht den Pferden die Futteraufnahme auch außerhalb der Boxen und den Eigentümern den Zutritt in das Boxeninnere. Peeck: "Alles ist nicht nur pferdegerecht, alles ist vor allem auch sehr praktisch."




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