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Corona-Ausschuss: Das ist der Notfallplan der Bundesregierung

Was steckt hinter den Leitlinien? Was bleibt nun geschlossen, was bleibt auf? Ein Überblick.

Ab sofort tritt künftig der sogenannte Corona-Kabinettsausschuss zusammen, zweimal in der Woche. Kanzlerin, Gesundheits-, Wirtschafts- und Finanzminister und andere betroffene Ministerien sind beteiligt. In einem ersten Schritt hat der Ausschuss „Leitlinien“ veröffentlicht, die zwei Ziele haben: ein einheitliches Vorgehen in allen Bundesländern gegen das Coronavirus und die weitere Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich“. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

■ Versorgung: Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie Großhandel sollen demnach offen bleiben – und ihre Öffnungszeiten sogar ausweiten dürfen, auf den Sonntag und in die Abendstunden hinein. Sie würden „ausdrücklich NICHT“ geschlossen, heißt es in dem Papier in Großbuchstaben. Handwerker und andere Dienstleister sollen weiter arbeiten dürfen.

■ Schließungen: Alle anderen Geschäfte sollen dichtmachen, genauso wie Theater, Konzerthäuser, Vereine, Kneipen, Bordelle, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Volkshochschulen, Musikschulen und auch Spielplätze. Auch Gottesdienste sollen ausfallen.

■ Touristik: Reisebusreisen werden verboten. Hotelzimmer sollen „nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können“. Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Das beinhaltet und bringt mit sich, dass es keine Urlaubsreise ins In- und auch keine ins Ausland geben soll.“

■  Pflege: Für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime werden strenge Besuchsregeln empfohlen, wie zum Beispiel das Verbot von Besuchen von unter 16-Jährigen oder die Beschränkung der Besuchszeit. Für Pfleger, Lehrer und Kindergärtner soll es eine 14-tägige Sperre geben, wenn sie sich in stark betroffenen Gebieten aufgehalten haben.

■  Gastronomie: Restaurants sollen maximal von 6 bis 18 Uhr öffnen dürfen. vat




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